Allgemeine Psychologie – Denken und Sprache

Glossar


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Heuristisches Suchverfahren

Verfahren zur Suche im -> Problemraum, das zur Optimierung problemspezifische -> Heuristiken nutzt (i. G. zu -> allgemeinen Suchverfahren), zum Beispiel -> hill climbing und -> Mittel-Ziel-Analyse.

Hill climbing

Bergsteige-Methode: -> Heuristisches Suchverfahren beim -> Problemlösen, nach der man bevorzugt solche Schritte wählt, die einen dem Ziel näher zu bringen scheinen.

Holzweg-Effekt

Englisch: garden path effect: Bewusst erfahrbare Verzögerung beim Sprachverstehen, die auftritt, wenn sich die zunächst angenommene Interpretation einer Äußerung als falsch erweist.

Homophone

Zwei inhaltlich verschiedene Begriffe, die den gleichen Klang haben (vgl. -> Polyseme).

Implikatur

Aspekt der Bedeutung eines sprachlichen Ausdrucks, der nicht explizit kommuniziert, aber als Folgerung impliziert wird.

Induktion

Schlussfolgerungsverfahren, bei dem aus Prämissen eine wahrscheinliche Folgerung gezogen wird, zum Beispiel, wenn aus Einzelfällen eine allgemeine Regel gefolgert wird. Im Gegensatz zur -> Deduktion sind induktive Schlüsse nicht zwingend korrekt, da über die Information der Prämissen hinausgegangen wird.

Inhaltseffekt

Phänomen beim -> Denken, dass die Antwort in Aufgaben mit identischer Struktur von deren Inhalt abhängt (z. B. -> belief bias, -> Rahmungseffekt).

Inhaltswort

Ein -> Wort, das eine inhaltliche Bedeutung hat (z. B. ein Substantiv, Adjektiv, Adverb oder Verb);

vgl. -> Funktionswort.

Inklusionsfehler

Verstoß beim Schlussfolgern gegen die Inklusionsregel, dass Eigenschaften einer Menge für alle ihre Elemente gelten.

Inkubation

Pause im -> Problemlösen, die dazu beiträgt, dass das Problem anschließend schneller gelöst wird.

Isomorphie

Umkehrbar eindeutige Abbildung von Elementen einer Menge auf Elemente einer anderen Menge.

Kataphorische Referenz

Vorausweisende Referenz (meist durch ein Pronomen) auf ein Bezugswort, das erst anschließend genannt wird (vgl. -> anaphorische Referenz).

Kategoriebasierte Induktion

Verallgemeinernde Schlussfolgerungen, die auf (natürlichen) Kategorien wie Vögeln oder Säugetieren basieren (vgl. -> Induktion, -> Konzeptbildung). Sie wird durch die -> Diversität und -> Typikalität von Kategorien beeinflusst.

Kategoriespezifisches Defizit

Neuropsychologische Störung der Verarbeitung semantischer Information zu einzelnen Kategorien; betroffen sind insbesondere die Kategorien Tiere, Gemüse, Früchte und Artefakte.

Kognition

Alle Prozesse der inneren Verarbeitung von Information von der Wahrnehmung über Aufmerksamkeit, Bewusstsein, Lernen, Gedächtnis, Motivation und Emotion bis hin zur Motorik.

Kognitive Architektur

Computerbasiertes Rahmenprogramm zur Simulation geistiger Leistungen, das Funktionen wie Wahrnehmung, Gedächtnis, Lernen und -> Problemlösen integriert (z. B. -> ACT).

Komplexes Problem

Problemstellung, die durch viele und vernetzte Faktoren, eine zeitliche Dynamik sowie für handelnde Personen durch fehlende Transparenz und viele mögliche Ziele gekennzeichnet ist.

Konjunktionsfehler

-> Bias bei der Beurteilung der Wahrscheinlichkeit einer Kombination von Ereignissen, die als größer eingeschätzt wird als die Wahrscheinlichkeiten ihrer Einzelereignisse.

Konversionsfehler

-> Bias bei -> Syllogismen, bei dem Subjekt und Prädikat fälschlicherweise für vertauschbar gehalten werden.

Konzeptbildung

Prozess der Suche nach den definierenden Merkmalen von Objekten oder Ereignissen, die zwischen Instanzen und Nichtinstanzen eines Konzepts (einer Kategorie oder Klasse) unterscheiden (vgl. -> kategoriebasierte -> Induktion).

 

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