Allgemeine Psychologie – Denken und Sprache

Glossar


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Parameterfixierung

Zweiter Teilprozess des -> Konzeptualisierens, in dem Aspekte wie Sprache, Dialekt und Lautstärke festgelegt werden.

Parsing

Teilprozess des Sprachverstehens, bei dem das Gehörte (oder Gelesene) syntaktisch analysiert wird.

Patiens

Eine thematische Rolle, die ein Substantiv einnehmen kann; bezeichnet denjenigen, dem eine Handlung widerfährt (vgl. -> Agens).

Phon

Kleinste phonetische, also lautliche Einheit der -> Sprache. Wenn in einer Sprache der Unterschied zwischen einzelnen Phonen keine Bedeutung macht (wie beim Zungen- und Rachen-[r] im Deutschen), werden sie zu einem -> Phonem zusammengefasst.

Phonem

Kleinste phonologische, also bedeutungsunterscheidende Einheit der -> Sprache (vgl. -> Morphem

und -> Phon). Zum Beispiel unterscheiden die Phoneme /b/ und /p/ im Hochdeutschen zwischen „backen“ und „packen“.

Phonemrestaurationseffekt

Wahrnehmung eines objektiv nicht vorhandenen -> Phonems im Verlauf der Worterkennung.

Phrase

Hierarchisch organisierte Wortgruppen (wie Nominalphrase und Verbalphrase), aus denen Sätze sich zusammensetzen.

Phrasenstrukturregel

Eine Regel, die bestimmt, wie Sätze aus -> Phrasen oder wie Phrasen aus -> Wörtern zusammengesetzt werden.

Polyseme

-> Worte, die gleich klingen, aber unterschiedliche Bedeutungen haben (vgl. -> Homophone).

Positive Teststrategie

Auswahl solcher Fälle für den Test einer Hypothese, die von der Hypothese als positiv (z. B. als Instanzen eines Konzepts) vorhergesagt werden; ermöglicht ihre Spezialisierung (vgl. -> negative Teststrategie).

Potenzgesetz der Übung

Kognitives und motorisches Lernen folgt einer Potenzfunktion. Der Lerngewinn ist zu Beginn am größten und verringert sich dann mit der Zeit.

Praeferenzumkehr

Phänomen bei Entscheidungen, dass Personen bei zwei identischen Optionen A und B je nach Aufgabenstellung einmal A präferieren und einmal B.

Priming

Beeinflussung der Reaktion auf einen Zielstimulus durch vorausgehende Präsentation eines verwandten Stimulus; kann erleichternd oder behindernd wirken.

Prioritätsheuristik

Eine -> Heuristik, nach der anhand einzelner, nach Priorität geordneter Gründe zwischen Optionen entschieden wird.

Problemlösen

Aktivität, die darauf gerichtet ist, ein Ziel zu erreichen und dabei auftretende Hindernisse zu überwinden.

Problemraum

Gesamtmenge aller Zustände eines Problems, die man durch Problemlöseschritte beim -> Problemlösen erreichen kann.

Problemraumhypothese

Annahme, dass menschliches -> Problemlösen als Suchprozess in -> Problemräumen beschrieben werden kann.

Proposition

Kleinste, inhaltlich bedeutsame Kernaussage. Wie bei der -> Tiefenstruktur ist auch hier die konkrete Formulierung zweitrangig.

Propositionales Netz

Verknüpfung aller -> Propositionen einer komplexen Äußerung, dargestellt meist in Form eines Netzwerkes.

Prospect-Theorie

Theorie zum Entscheiden unter Unsicherheit. Zentral ist, dass die Auftretenswahrscheinlichkeit von Optionen eine Gewichtung erfährt und dass bezüglich des Wertes von Optionen zwischen Gewinnen und Verlusten unterschieden wird.

 

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