Arbeitspsychologie

Glossar


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Aktiver Fehler

Aktive Fehler werden von Operateuren an der Mensch-Maschine-Schnittstelle begangen und haben eine unfallauslösende Wirkung. Da sie räumlich und zeitlich begrenzt sind, sind aktive Fehler leichter zu identifizieren als latente Fehler.

Basale Fähigkeiten

Basale Fähigkeiten (basic capabilities) sind die an den Organismus gebundenen Fähigkeiten wie z.B. schnelle Reaktion, Wahrnehmung oder Kondition.

Career education

Career education beschreibt laufbahnbezogene Interventionen, welche die Vermittlung von Kenntnissen über die Arbeitswelt, Kenntnissen über die eigene Person sowie Kenntnissen und Kompetenzen bezüglich laufbahnbezogenem Verhalten (z.B. Bewerbung) zum Gegenstand haben.

Circadian-Rhythmus

Der Circadian-Rhythmus (circa-diem: ungefähr ein Tag) bezeichnet die endogenen (inneren) zyklisch ablaufenden Prozesse, wie etwa die Ausschüttung bestimmter Hormone, die Körpertemperatur und damit verknüpfte Zustände der Wachheit und Leistungsfähigkeit.

Complex Man

"Complex Man" umfasst die Sichtweise auf den Menschen als von vielfältigen und individuellen Bedürfnissen bestimmt. Als Konsequenz daraus ergibt sich beispielsweise die Notwendigkeit einer flexiblen Arbeitsgestaltung, die auf unterschiedliche Bedürfnisse abgestimmt werden kann.

Critical Incident Technique

Die "Critical Incident Technique" (Flanagan, 1954) ist eines der bekanntesten teilstandardisierten, verhaltensorientierten Verfahren. Das Verfahren wurde zur Erhebung von Anforderungen komplexer Tätigkeiten entwickelt. Dabei wird zwischen kritischen Ereignissen und erfolgskritischem Verhalten unterschieden. Ein kritisches Ereignis ist eine Situation, in der effektives oder ineffektives Verhalten zum Erfolg bzw. Misserfolg der betroffenen Person beiträgt.

Crossover-Effekt

Von Crossover-Effekten wird gesprochen, wenn es zu positiven oder negativen Übertragungseffekten kommt. So kann der berufliche Stress einer Person zu einem erhöhten häuslichen Stresserleben der Partnerin führen.

Defizitmodell

Defizitmodelle des Alterns gehen von einem unumgänglichen Abbauprozess der wichtigsten Funktionen aus. Zu diesen Funktionen gehören physiologische Voraussetzungen wie Muskelkraft und kognitive Voraussetzungen wie Intelligenz.

Display Rules

Display rules bezeichnen die von betrieblicher Seite definierten und geforderten Normen und Standards von Verhalten, die anzeigen, welche Gefühle in welcher Situation als angemessen gelten.

Drittvariable

Bei einer Drittvariable handelt es sich um eine Variable, die einen Einfluss auf die Höhe des Zusammenhanges zwischen zwei anderen Variablen ausübt und diesen dadurch verzerren kann.

Dual Career Couples

Als "Doppelkarrierepaare" werden Paare bezeichnet, bei denen beide Partner eine hohe Qualifikation und Berufsorientierung besitzen sowie eine eigenständige Berufslaufbahn verfolgen.

Economic Man

"Economic Man" umfasst die Sichtweise auf den Menschen als stets rational handelnd und überwiegend durch materielle Anreize motiviert. Dieses Menschenbild war prägend für den Ansatz der wissenschaftlichen Betriebsführung nach Taylor.

Emotional work

Emotional work bezeichnet die Auseinandersetzung und Regulation mit den eigenen Gefühlen in Kundeninteraktionen. Strauss et al. (1980) unterscheiden diese Art der Gefühlsarbeit von sentimental work, das sich auf die Beeinflussung der Gefühle anderer bezieht.

Erwerbsarbeit

Erwerbsarbeit ist bezahlte Tätigkeit mit dem Ziel, den Lebensunterhalt zu finanzieren.

Erwerbslosenquote

Erwerbslosenquote ist ein synonymer Begriff für Arbeitslosenquote. Sie wird ermittelt aus dem Anteil der Erwerbslosen an der Gesamtzahl der zivilen erwerbsfähigen abhängigen Erwerbspersonen. In den Publikationen der Bundesanstalt für Arbeit und des Statistischen Bundesamts werden zwei Berechnungsmodi angegeben, die sich jeweils durch die Definition der Erwerbstätigen unterscheiden. Eine Quote bezieht sich auf alle zivilen Erwerbspersonen (abhängig Beschäftigte, Selbständige und mithelfende Familienangehörige). Eine weitere Quote bezieht sich nur auf die abhängig und zivil Beschäftigten (sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, geringfügig Beschäftigte, Beamtinnen).

Erwerbslosigkeit

Erwerbslosigkeit ist ein Synonym für Arbeitslosigkeit. Definition von Arbeitslosen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB III, § 16): Arbeitslose sind Personen, die vorübergehend nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, eine versicherungspflichtige Beschäftigung suchen und dabei den Vermittlungsbemühungen der Agentur für Arbeit zur Verfügung stehen und sich bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet haben. Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik gelten als nicht arbeitslos.

Freizeit

Freizeit jene Zeit, über die ohne Sachzwang individuell disponiert und nach persönlichen Wünschen verfügt werden kann. Diese ist abzugrenzen von der arbeitsgebundenen Freizeit, die sich auf Pausen, Wege- und Bereitschaftszeiten bezieht, und vom Konzept der Sozialzeit, das die Partizipation an der Erstellung gesellschaftlicher Strukturen beschreibt und weder eindeutig der Erwerbsarbeit noch der Freizeit zuzuordnen ist.

Generic Error Modeling System

Das "Generic Error Modeling System" ist ein kognitives Modell zu Fehlerprozessen nach Reason (1990), in dem drei Ebenen ("levels") der Handlungssteuerung und damit auch der Fehlergenese unterschieden werden: die fertigkeitsbasierte ("skill-based") Ebene, auf der Ausrutscher oder Versehen ("slips") angesiedelt sind, die regelbasierte ("rule-based") Ebene, auf der es zu Erkennens- oder Verwechslungsfehlern kommen kann, und die wissensbasierte ("knowledge-based") Ebene, wo Denk- oder Urteilsfehler auftreten.

Geschlechtsspezifische Arbeitsteilung

Geschlechterspezifische ist eine Aufteilung des Arbeitsmarktes nach Geschlechtern. Dabei kann sowohl eine vertikale Segregation, d.h. ein deutlich geringerer Anteil von Frauen in (höheren) Führungspositionen, als auch eine horizontale Segregation beobachtet werden: Frauen und Männer arbeiten in unterschiedlichen Berufsfeldern ("Frauen- und Männerberufe") bzw. bekommen auch auf derselben Hierarchieebene und in ähnlichen Tätigkeitsfeldern häufig unterschiedliche Aufgaben zugewiesen.

Handlung

Handlung ist eine zeitlich in sich geschlossene, auf ein Ziel gerichtete sowie inhaltlich und zeitlich gegliederte Einheit der Tätigkeit. Die Abgrenzung von Handlungen erfolgt durch das bewusste Ziel.

 

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