Biologische Psychologie (2., akt. Aufl.)

Glossar


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Dendriten

Fortsätze von Neuronen, mit denen synaptisch vermittelte Erregungen von anderen Nervenzellen aufgenommen werden. Der Begriff dendron bedeutet im Griechischen „Baum“.

Depolarisation

Eine Änderung des Membranpotenzials in Richtung positiver Werte. Dabei muss das Membranpotenzial nicht positiv werden, sondern kann auch nur weniger negativ sein (z. B. von –68 mV auf –30 mV ansteigen). Eine Wiederherstellung der alten Werte des Membranpotenzials nach vorangegangener Depolarisation wird als Repolarisation bezeichnet.

Dopamin

Neurotransmitter, der zu der Obergruppe der Amine, der Gruppe der Monoamine und der Untergruppe der Katecholamine gehört. Dopamin kommt hauptsächlich in einer kleinen Gruppe von Nervenzellen vor und spielt bei Lernprozessen, bei der Signalisierung des Handlungserfolges und auch bei der motorischen Kontrolle eine wichtige Rolle.

Elektroenzephalogramm (EEG)

Vom Griechischen encephalon (Gehirn) und gráphein (schreiben). Forschungs- und Diagnostikmethode, bei der durch eine Vielzahl auf der Kopfhaut befestigter Elektroden die elektrische Aktivität des Gehirns durch Registrierung der summierten Spannungsschwankungen gemessen wird.

Elektrostatische Kraft

Zug oder Abstoßung zwischen Teilchen mit entgegengesetzter oder identischer elektrischer Ladung.

Ensemble

Gruppen von Neuronen, die durch ihre gemeinsame Aktivität ein Objekt oder einen Gedanken repräsentieren. Ensembles sind somit temporäre Koalitionen von aktiven Neuronen. Diese Koalitionen entstehen, zerfallen und bilden sich in veränderter Zusammensetzung aufs Neue; genau wie die Gedanken in unserem Kopf.

Exzitatorisches postsynaptisches Potenzial (EPSP)

Eine lokale Depolarisation der Zellmembran, die es leichter macht, die Schwelle für die Generierung eines Aktionspotenzials zu erreichen.

G-Protein

Guaninnucleotid-bindendes Protein. Diese Proteine befinden sich auf der Innenseite der Zellmembran. Es gibt eine sehr große Vielfalt von unterschiedlichsten G-Proteinen. Bei der Bindung eines Transmitters an einen Rezeptor können heterotrimere G-Proteine aktiviert werden, wobei eine Alpha-Untereinheit abgespalten wird. Diese kann einen Ionenkanal öffnen, aber auch verschiedenste weitere Prozesse innerhalb des Neurons regulieren.

Genexpression

Biosynthese von Proteinen aus der im Gen kodierten Information.

Ghrelin

Ein vom leeren Magen freigesetztes Hormon, das den N. arcuatus im Hypothalamus aktiviert und die Nahrungsaufnahme induziert.

Gliazelle

Sammelbegriff für Zellen des Gehirns, die Stütz-, Ernährungs-, Puffer- und Myelinscheidenbildungsfunktionen übernehmen. Es gibt mehrere unterschiedliche Gliazelltypen.

Glukagon

Ein in der Pankreas hergestelltes Hormon, das die Umwandlung von Glykogen in Glucose in der Leber fördert. Glukagon ist ein Gegenspieler des Insulins.

Hebb’sche Regel

Die Hebb’sche Regel besagt, dass durch eine einfache Korrelationsregel synaptische Verbindungen durch Aktivitätsmuster verstärkt oder abgeschwächt werden. Entsprechend dieses Paradigmas kommt es zu einer synaptischen Verstärkung, wenn Prä- und Postsynapse gemeinsam aktiviert werden. Eine Aktivität der Präsynapse ohne postsynaptische Aktivierung führt dagegen zu synaptischer Abschwächung.

Homozygotie

Wenn beide Allele eines Lebewesens für ein bestimmtes Merkmal gleich sind, liegt Homozygotie vor.

Homunculus

Lateinisch: „Menschlein“, bezeichnete ursprünglich einen künstlich geschaffenen Menschen. In der Neurowissenschaft wird der Begriff in zweierlei Hinsicht verwendet. Erstens als Repräsentation des Körpers auf dem somatosensorischen bzw. motorischen Cortex. Zweitens als (weitestgehend widerlegte) theoretische Vorstellung, dass es eine innere Repräsentation aller Sinne geben müsse, die von einem inneren Betrachter (Homunculus) betrachtet und erlebt wird.

Hyperpolarisation

Senkung des Membranpotenzials in Richtung negativerer Werte. Tritt regelmäßig nach einem Aktionspotenzial auf. Kann auch durch die Wirkung hemmender Neurotransmitter wie z. B. GABA entstehen.

Inhibitorisches postsynaptisches Potenzial (IPSP)

Eine lokale Hyperpolarisation der Zellmembran, also eine größere Negativierung des Membranpotenzials. Ein IPSP wird häufig durch die Bindung des inhibitorischen Transmitters GABA an die entsprechenden Synapsen bewirkt.

Insulin

Ein in der Bauchspeicheldrüse hergestelltes Peptidhormon, welches freigesetzt wird, wenn der Blutzuckerspiegel steigt. Insulin ermöglicht die Aufnahme von Glucose in Körperzellen und die Umwandlung von Glucose in Glukogen, welches in der Leber und in den Muskeln gespeichert wird.

Interneuron

Nervenzelle, die mit ihrem Axon nur die lokalen benachbarten Neurone erreicht und deren Prozesse modifiziert. Häufig sind Interneurone inhibitorisch.

Ion

Elektrisch geladenes Atom oder Molekül. Ionen sind durch Ele

 

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