Biologische Psychologie (2., akt. Aufl.)

Glossar


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Ionenkanal

Eine Einheit aus meist fünf membrandurchspannenden Proteinen, die gemeinsam eine Pore in der neuronalen Zellmembran bilden. Die meisten Ionenkanäle sind ionenselektiv, lassen also nur eine Art von Ion durch.

Ionotroper Rezeptor

Rezeptor, der nach Bindung eines Botenstoffs einen Ionenkanal öffnet. Dieser Vorgang dauert wenige Millisekunden und ist nach spätestens 20 ms abgeschlossen.

Konfabulation

Die pathologische Produktion von objektiv falschen Aussagen oder erfundenen Geschichten.

Konzeptuelle Bahnung

Die größere Wahrscheinlichkeit, ein Objekt einer bestimmten Kategorie zu erkennen oder zu erinnern, wenn vorher diese Kategorie präsentiert wurde.

Kurzzeitgedächtnis

Das Kurzzeitgedächtnis ist ein passiver und kurzfristiger Speicher für alle Arten von Informationen.

Leptin

Ein Hormon der Fettzellen des Körpers, das beim Abbau der Fettreserven freigesetzt wird und im N. arcuatus des Hypothalamus die Nahrungsaufnahme induziert.

Limbisches System

Gruppe von Hirnstrukturen, die direkt oder indirekt mit dem Hypothalamus verbunden sind und die an der Erkennung von Emotionen und der Bündelung und Auslösung emotionalen Verhaltens beteiligt sind.

Lokales Feldpotenzial

Das lokale Feldpotenzial (LFP) wird mit einer Mikroelektrode aus einer Neuronenpopulation ca. 400 µm um die Elektrodenspitze herum abgeleitet. Somit überlagern sich hier die extrazellulär registrierten Signale von mehreren Dutzend bis wenigen Hundert Neuronen. Die Aktionspotentiale der Zellen sind im LFP-Signal praktisch nicht mehr zu sehen, aber das LFP kann enorm wichtige Rückschlüsse über die lokale Dynamik dieser Population zulassen.

Mammilarkörper

Mammilarkörper (Corpora mamillaria), hypothalamische Kerne, die mit dem Septum und dem Hippocampus verbunden sind. Auf der Ventralseite des Gehirns wölben sich die Mammilarkörper rund und paarig aus. Daher stammt ihr Name aus dem Lateinischen mamma (weibliche Brust).

Membranpotenzial

Die elektrische Spannung zwischen dem Inneren und dem Äußeren eines Neurons. Sie entsteht durch den Unterschied zwischen intra- und extrazellulären elektrischen Potenzialen, welcher wiederum aus den unterschiedlichen Konzentrationen von Ionen resultiert.

Metaanalyse

Eine Zusammenfassung der Daten vieler einzelner Untersuchungen zu Metadaten, die dann statistisch bzgl. ihrer Effektstärken dargestellt werden können. Eine Metaanalyse ist somit eine Analyse der Analysen.

Metabotroper Rezeptor

Rezeptor, der nach Bindung eines Botenstoffs ein G-Protein aktiviert, welches anschließend entweder einen Ionenkanal öffnet oder aber eine Second-messenger-Kaskade initiiert. Diese Kaskade kann Ionenkanäle öffnen, die Herstellung von Proteinen beeinflussen oder genomische Prozesse verändern. Die Wirkung von metabrotopen Rezeptoren verläuft langsam (>30 ms), ist aber in der Lage, viele Ionenkanäle zu öffnen (Verstärkereffekt) und die Abläufe innerhalb der Zelle sowie die Morphologie des Neurons zu modifizieren.

Mikroglia

Typus von Gliazellen im ZNS, die die Immunabwehr des Gehirns leisten sowie totes Gewebe entfernen.

Myelinscheide

Eine fetthaltige Membranschicht, die im ZNS von Oligodendro

Nervenzelle

Körperzelle, die auf Erregungsweiterleitung spezialisiert ist. Eine Nervenzelle wird häufig auch als Neuron bezeichnet und besteht aus Dendriten, mit denen Information aufgenommen wird, dem Soma, in dem sich das Genom sowie weitere zelluläre Grundbausteine befinden, sowie dem Axon, dass der Weiterleitung der elektrischen Information dient.

Neuron

Siehe Nervenzelle. Der Begriff bedeutet im Griechischen „Nerv“.

Neurotransmitter

Biochemische Stoffe, die die chemische Signalweitergabe zwischen Nervenzellen realisieren. Neurotransmitter werden in den Präsynapsen innerhalb von Vesikeln gelagert und bei der Depolarisation der präsynaptischen Membran in den synaptischen Spalt abgegeben, um anschließend an Rezeptoren zu binden.

Peptid

Sehr kleine Proteine von 2 bis (ca.) 100 Aminosäuren, die eine Funktion als Neurotransmitter haben können.

Peripheres Nervensystem (PNS)

Derjenige Teil des Nervensystems, der von den Fortsätzen der motorischen oder sensiblen Neurone des ZNS gebildet wird und sich außerhalb des ZNS befindet. Viele Zellen des PNS sitzen in den Ganglien (Nervenknoten) der inneren Organe. Das PNS ist nicht durch die Blut-Hirn-Schranke geschützt.

Perzeptuelle Bahnung

Ein sensorisches Gedächtnis für ein bestimmtes Objekt, das durch mehrfache Präsentation dieses Objektes gebildet wird.

 

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