Biologische Psychologie (2., akt. Aufl.)

Fragen zum 4. Kapitel


Frage 1

Nennen Sie die Kompartimente des menschlichen Gehirns.


Antwort zu Frage 1

Abbildung 19

Tabelle 4



Frage 2

Zeichnen Sie das Konnektivitätsschema der Basalganglien.


Antwort zu Frage 2

Abbildung 26



Frage 3

Welche Hirnhäute gibt es und was wissen wir über sie?


Antwort zu Frage 3

Dura mater: Äußerste Hirnhaut, hart und ledern, leistet den Schutz des Gehirns gegen mechanische Verletzungen.

Arachnoidea: Mittlere Hirnhaut, dünn, ähnlich einer Tropfsteinhöhle aufgebaut. In diesen Höhlenöffnungen fließt Liquor cerebrospinalis, der das Gehirn gegen Stöße schützt und sein Gewicht reduziert.

Pia mater: Innerste Hirnhaut, sehr dünn, folgt allen Hirnwindungen.



Frage 4

Was bedeutet ARAS und welche Funktion ist damit verbunden?


Antwort zu Frage 4

ARAS = Aufsteigendes reticuläres Aktivierungssystem. Durch die Formatio reticularis steigen die meisten sensorischen Systeme auf und die motorischen Systeme steigen ab. Wenn in diesem System die Erregung steigt, kommt es im Cortex zu starker Wachheit und selbst schwache Stimuli werden wahrgenommen. Bei einer Reduktion der Erregung im ARAS kommt es zu Schläfrigkeit und im Extremfall zum Koma.



Frage 5

Welche Funktionen assoziieren Sie mit dem Cerebellum?


Antwort zu Frage 5

Das Cerebellum ist an der Hemmung der überschüssigen Grobmotorik beteiligt, koordiniert die zeitliche Struktur der Willkürmotorik und kalibriert den Muskeltonus. Läsionen des Kleinhirns erzeugen daher unkoordinierte überschießende Bewegungen. Diese Patienten fallen sehr schnell, können nicht gut abschätzen, wann sie eine Bewegung beenden sollen und haben Probleme, schnelle alternierende Bewegungen zu machen. Seit einigen Jahren wird zusätzlich deutlich, dass das Kleinhirn auch eine wichtige Rolle beim Erlernen von klassischen Konditionierungen spielt.



Frage 6

Nennen Sie den Aufbau und die prinzipiellen Funktionsmechanismen des Hypothalamus.


Antwort zu Frage 6

Der Hypothalamus liegt am ventralen Ende des Diencephalons und besteht aus einer Vielzahl von Hirnkernen sowie der Hypophyse (Hirnanhangdrüse), die am Ende eines Stiels am unteren Ende des Diencephalons hängt. Körperfunktionen wie Temperaturkontrolle, Hunger, Durst, Sex usw. werden von Kernen des Hypothalamus koordiniert. Die Hypophyse ist ein großer Komplex für die Erzeugung und die Freisetzung von Hormonen. Die vordere Hälfte der Hypophyse wird Adenohypophyse genannt (Hypophysenvorderlappen) und die hintere Hälfte Neurohypophyse (Hypophysenhinterlappen). In der Adenohypophyse befinden sich winzigen Kapillaren und hormonproduzierende Nervenzellen, die verschiedene Hormone in den Blutkreislauf abgeben können. In der Neurohypophyse befinden sich die Präsynapsen der hormonproduzierenden Neurone des Hypothalamus. Auf entsprechende Signale hin können diese Hormone direkt von den axonalen Endigungen in der Neurohypophyse in das Kapillarnetz ausgeschüttet werden.



Frage 7

Benennen Sie die Raumbezeichnungen des menschlichen Gehirns.


Antwort zu Frage 7

Anterior: nach vorne, zur Stirn gerichtet (beim Gehirn) bzw. in Richtung Kopf (beim Rückenmark)

Caudal: nach hinten, zum Hinterhaupt (beim Gehirn) bzw. in Richtung Gesäß (beim Rückenmark)

Contralateral: auf der gegenüberliegenden Hirnhälfte

Dorsal: nach oben, zur oberen Spitze des Kopfes (beim Gehirn) bzw. in Richtung Rücken (beim Rückenmark)

Frontalschnitt: eine parallel zum Gesicht geschnittene Hirnebene; Transversalschnitt des Gehirns

Ipsilateral: auf der gleichen Hirnhälfte

Lateral: zur Seite

Medial: zur Mitte

Posterior: nach hinten

Saggitalschnitt: entlang der Neuraxis und rechtwinklig zum Boden geführter Hirnschnitt

Transversalschnitt: quer zur Neuraxis geführter Hirnschnitt

Querschnitt: Transversalschnitt des Rückenmarks

Ventral: nach unten, zum Boden (beim Gehirn) bzw. in Richtung Bauch (beim Rückenmark)



Frage 8

Was ist die Zirbeldrüse (Epiphyse) und welche Funktion hat sie bei uns? Wie funktioniert sie bei Amphibien? 


Antwort zu Frage 8

Die Zirbeldrüse (Epiphyse) ist ein Hauptbestandteil des Epithalamus. Sie schüttet nachts Melatonin aus und reguliert somit unseren Nachtschlaf. Amphibien und Reptilien besitzen noch eine lichtempfindliche Zirbeldrüse („drittes Auge“) auf der Oberseite des Schädels und regulieren die Melatoninausschüttung entsprechend dem Lichteinfall. Bei uns Säugetieren funktioniert dies durch das dichte Fell bzw. unsere Haare nicht mehr. Unsere Zirbeldrüse ist daher nicht mehr lichtempfindlich und wird indirekt über Input aus dem Auge darüber informiert, ob es gerade Nacht oder Tag ist.



 

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