Diagnostische Erhebungsverfahren

Glossar


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Adaptives Testen

Ein Verfahren, bei dem auf individuelle Personenmerkmale angepasste Items den Personen präsentiert werden. Die Personen bearbeiten beim adaptiven Testen nicht notwendigerweise dieselben Items.

Aggravation

Vorliegende Symptome werden vom Patienten schwerwiegender geschildert als diese in Wirklichkeit ausgeprägt sind, um dadurch persönliche Vorteile zu erlangen.

Aktivitäten

Im Sinne der ICF: Beschreibung, ob und wie eine Person Handlungen ausführt oder ausführen kann (= Erfassung der Leistungsfähigkeit), mögliche Bereiche sind z.B. Lernen, Kommunikation, Fortbewegung und Selbstversorgung.

Anamnese

Informationssammlung im Gespräch mit dem Ziel, die Biografie und aktuelle Befindlichkeit einer Person zu erfassen.

Anforderungsanalyse

Verschiedene Methoden, mit deren Hilfe man klärt, welche Anforderungen ein bestimmter Arbeitsplatz an die Kompetenzen eines potenziellen Arbeitsplatzinhabers stellt. Die Zusammenstellung der definierten Anforderungen wird als Anforderungsprofil bezeichnet.

Annährungs-Leistungsziel

Darunter versteht man das Bestreben, seine eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten in optimaler Form zu zeigen.

Anstrengungsvermeidung

Neigung, anstrengende Leistungssituationen generell zu vermeiden.

Antwortverzerrung

Verschiedene Tendenzen, die dazu führen, dass eine Person ein Urteil abgibt, das von der eigentlichen Bewertung (Selbsteinschätzung) abweicht. Am bekanntesten ist die Tendenz, sozial erwünscht zu antworten.

Arbeitsprobe

Bewährte Methode zur Personalauswahl, bei der die Bewerber ihre Eignung anhand von berufstypischen Aufgaben demonstrieren. Arbeitsproben besitzen eine besonders hohe Aussagekraft im Rahmen der Eignungsdiagnostik, da die zu bewältigenden Anforderungen besonders alltagnah gestaltet sind.

Artifizielle Störung

Selbstmanipulierte psychische Störung oder körperliche Erkrankung. Eine Erscheinungsform stellt das Münchhausen-Syndrom dar, bei dem die Patienten selbst durch manipulative Eingriffe (wie das Erzeugen von Wunden) körperliche Symptome hervorrufen.

Assessment-Center (AC)

Verfahren zur Personalauswahl, das vor allem mit Methoden der Verhaltensbeobachtung arbeitet. An die Bewerber werden u.a. folgende Anforderungen gestellt: einen Vortrag zu halten oder in einem Rollenspiel einen Personalkonflikt zu lösen. Beim AC können auch Testverfahren und Interviews eingesetzt werden.

Auswertungsobjektivität

Liegt vor, wenn die Auswertung eines Tests nicht vom Testleiter beeinflusst werden kann.

Behinderung

In der ICF: Beeinträchtigung der funktionalen Gesundheit.

Beschwerdenvalidierung

Diagnostischer Prozess, der für die Beurteilung der Beschwerdedarstellung der Patienten genutzt wird.

Beschwerdenvalidierungstest (BVT)

Solche Tests wurden konstruiert, um mögliche negative Antwortverzerrungen zu messen. Es wird dabei zwischen BVT für kognitive Beeinträchtigungen sowie für psychische Beschwerden unterschieden.

Beschwerdenvalidität

Gültigkeit der Beschwerdeschilderung bzw. Symptomdarstellung des Untersuchten.

Big Five

Die Big Five sind die folgenden fünf Dimensionen zur Beschreibung der Persönlichkeit: Gewissenhaftigkeit, Neurotizismus, Extraversion, Verträglichkeit und Offenheit für Erfahrungen.

Bildgebung

Unter Bildgebung versteht man Verfahren, die Strukturen, Aktivitäten und Abläufe des Körpers mit technischen Hilfsmitteln sichtbar zu machen.

Biopsychosoziales Modell

Krankheitsmodell mit Berücksichtigung körperlicher, psychischer und sozialer Faktoren.

Breitbanddiagnostik

Strategie, mit der ein breites Spektrum von Merkmalen erfasst wird. Im Vordergrund steht dabei der Screening-Gedanke. Breitbandverfahren dienen häufig zur orientierenden Diagnostik.

 

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