Entwicklungspsychologie – Kindes- und Jugendalter

Glossar


alle Einträge A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Akkommodation nach Piaget

Der Prozess, kognitive Schemata an neue Umweltgegebenheiten anzupassen.

Allele

Varianten eines Gens, die zu unterschiedlichen Ausprägungen eines Merkmals führen.

Angststörungen

Psychische Störungen, bei denen die beständige Furcht vor einem Objekt oder einer Situation, vor denen Menschen üblicherweise keine Angst empfinden, oder unspezifische Ängste im Vordergrund stehen.

Assimilation

Der Prozess, mit dem Kinder die Umwelt im Sinne ihrer vorhandenen Schemata interpretieren.

Autismus

Tiefgreifende Entwicklungsstörung, die durch starke Schwierigkeit, mit anderen Menschen zu kommunizieren und zu interagieren sowie durch stereotype oder ritualisierende Verhaltensweisen (etwa stundenlang Sand durch die Hand rieseln zu lassen) gekennzeichnet ist.

Autonomie

Unabhängigkeit des eigenen Handelns und Erlebens vom Handeln und Erleben anderer Menschen. Im Jugendalter werden drei Formen unterschieden: emotionale Autonomie (sich emotional von den Eltern abzugrenzen und deren Einflussversuche zurückzuweisen), kognitive Autonomie (die Ausbildung eigener Meinungen und Werthaltungen) und die Verhaltensautonomie (selbstständig den Alltag zu meistern).

Belohnungsaufschub

Die Fähigkeit, auf eine kleine kurzfristige Belohnung zu verzichten, wenn man stattdessen längerfristig eine größere Belohnung erhalten kann.

Bildhafte Tiefenkriterien

Mit Hilfe dieser Kriterien kann Tiefe auch bei einem unbewegten Stimulus bei einäugigem Sehen wahrgenommen werden.

Bindung

Das zeitlich und räumlich überdauernde emotionale Band zwischen zwei Personen. Sie äußert sich in der frühen Kindheit vor allem als Suche oder Erhalt von körperlicher Nähe.

Deduktives Denken

Dieses Denken beinhaltet, einen logischen Schluss aufgrund gegebener Voraussetzungen zu ziehen.

Delinquenz

Von allgemeinen gesellschaftlichen und gesetzlichen Normen abweichendes Verhalten, wie z.B. zu lügen oder zu stehlen.

Dyade

Beziehung zwischen zwei Personen.

Effektstärke

Statistisches Maß für die Stärke des Zusammenhangs zwischen Variablen oder die Größe des Unterschieds eines Merkmals zwischen verschiedenen Gruppen bzw. zwischen verschiedenen Messzeitpunkten bei einer Gruppe. Beim Gruppenvergleich gibt man Effektstärken meist als Standardabweichungseinheiten (d) an, wobei d = 1 bedeutet, dass die Ausprägung eines Merkmals in der ersten Gruppe um eine Standardabweichung größer als in der zweiten Gruppe ist.

Elterntraining

Bildungsangebot für Eltern mit dem Ziel einer Stärkung der Erziehungskompetenz.

Emotion

Spezifische Zustände eines Menschen, die auftreten, wenn die aktuelle Situation, ein erwartetes oder vorgestelltes Ereignis oder die Erinnerung an ein vergangenes Erlebnis als relevant für die eigenen Bedürfnisse und Ziele bewertet werden.

Emotionsregulation

Prozesse der Überwachung, Bewertung und Veränderung von Emotionen hinsichtlich ihrer Qualität, ihrer Intensität, der Dynamik ihres zeitlichen Verlaufs und ihres Ausdrucks.

Entwicklung

Geordnete (regelhafte), gerichtete und längerfristige Veränderung des Erlebens und Verhaltens über die gesamte Lebensspanne.

Entwicklungspsychologie

Teilbereich der Psychologie, welcher psychische Entwicklungsprozesse beschreibt, erklärt, vorhersagt und zu optimieren versucht.

Entwicklungsstörungen

Eine Gruppe psychischer Störungen, deren Beginn ausnahmslos in der Kindheit liegt, die mit einer Verzögerung oder Verhinderung der Ausbildung altersentsprechender Fähigkeiten einhergeht und einen stetigen Verlauf ohne sonst typische Rückbildung der Symptomatik und Rückfälle zeigt. Ein Beispiel ist die Lese- und Rechtschreibstörung.

Event sampling

Beobachtungsverfahren, bei dem ein Zielverhalten in einer vorher definierten Situation registriert wird.

 

Ihr Suchergebnis leitet Sie auf die Website www.testzentrale.de.