Forschungsmethoden der Psychologie

Glossar


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Blockfaktor

→ Blocking

Blocking

Bildung eines Blockfaktors, auf dem Personen aufgrund ihrer Ähnlichkeit zusammengefasst werden. Beispiel: Der Blockfaktor Geschlecht fasst alle Männer und alle Frauen zusammen, die in der Experimental- und Kontrollgruppe teilnehmen. Durch Blockfaktoren können potenzielle Störvariablen statistisch kontrolliert werden. Als Folge davon wird die → Power des statistischen Tests, der die Ergebnisse in Experimental- und Kontrollgruppe vergleicht, erhöht.

Bodeneffekt

Tritt auf, wenn die Testitems eines Verfahrens zu „schwer“ sind, wodurch auch Personen mit einer hohen Merkmalsausprägung diese Items nicht lösen können.

Computertomografie (CT)

Computergestütztes Röntgenverfahren zur Visualisierung des Gehirns und anderer innerer Strukturen des lebenden Körpers.

Daten

Merkmalsausprägungen auf bestimmten Merkmalsdimensionen bzw. Variablen, die Untersuchungseinheiten zugeordnet sind. Die Merkmalsdimensionen können quantitativ oder qualitativ sein. Daten werden üblicherweise in Tabellen dargestellt, deren Zeilen die Untersuchungseinheiten und deren Spalten die Merkmalsdimensionen repräsentieren.

Debriefing

→ Postexperimentelle Aufklärung.

Deckeneffekt

Tritt auf, wenn die Testitems eines Verfahrens zu „leicht“ sind, wodurch auch Personen mit einer geringen Merkmalsausprägung eine hohe Testleistung erbringen können.

Delphi-Studie

Befragung ausgesuchter Experten zu einem komplexen Phänomen in einem mehrstufigen Verfahren.

Diskriminante Validität

Ausmaß, in dem die Messung eines Konstrukts (z.B. Gewissenhaftigkeit) unabhängig ist von der Messung eines anderen Konstrukts (z.B. Verträglichkeit).

Doppelblind-Versuch

Weder Versuchsleiter noch Versuchspersonen wissen, ob sich der Teilnehmer in der Experimental- oder Kontrollgruppe befindet. Dient zur Kontrolle von → Aufforderungscharakteristika des Versuchsablaufs und von → Versuchsleitereffekten.

E-Mail-Befragung

Teilnehmer werden gebeten, einen Fragebogen per E-Mail zu beantworten.

Effektstärkemaß

Statistisches Maß für die Stärke des Einflusses einer (unabhängigen) Variable auf eine (abhängige) Variable. Kennzeichnet die praktische Bedeutung eines Zusammenhangs und ist unabhängig von der Stichprobengröße. Beispiele sind die Produkt-Moment-Korrelation r und Cohens d.

Eindimensionalität

Bedeutet bei einer Einstellungskala oder einem Fragebogen, dass alle Items in einer → Faktorenanalyse auf dem ersten Faktor hohe Ladungen aufweisen (Generalfaktor). Ist die Voraussetzung für die Bildung eines Gesamtskalenwertes. Zur Bestimmung der Eindimensionalität wird der erste Faktor bzw. die erste Komponente extrahiert. Die Eindimensionalität hängt von der inhaltlichen Gleichheit (Homogenität) der Items ab.

Einfache unterbrochene Zeitreihe

Untersuchungsdesign mit mehrfach wiederholten Messungen, in das eine experimentelle Manipulation eingebettet ist. Dient dem Ziel, die Auswirkung einer Intervention auf der Grundlage einer größeren Zahl von Messzeitpunkten vor und nach der Intervention zu ermitteln. Eine Auswertungsmethode stellt die → Regressions-Diskontinuitäts-Analyse dar.

Einfache Zeitreihe

Mehrfach wiederholte Messungen, um zeitliche Trends zu ermitteln. Eine Erweiterung stellt die → einfache unterbrochene Zeitreihe dar.

Einstellung

Stellt eine kognitiv-motivationale Bereitschaft dar, die dem Verhalten Richtung und Antrieb gibt. Wird z.B. auf der Grundlage der → Theorie des überlegten Handelns gemessen. Eine andere Vorgehensweise fokussiert auf die Bewertung des Einstellungsobjekts.

Einstellungsinterview

Gesprächsmethode zur Personalauswahl und Personalentwicklung → Multimodales Interview, → biografisches Interview, → situatives Interview.

Einstellungsskala

Dient zur Messung von Einstellungen gegenüber einem Einstellungsobjekt durch standardisierte Selbsteinschätzung. Man unterscheidet Ein-Item-Skalen und Mehr-Item-Skalen. Die Skalen bestehen aus Einstellungsitems, die Aussagen über das Einstellungsobjekt enthalten. Die wichtigsten Techniken der Einstellungsmessung sinddie Methode der gleich erscheinenden Intervalle (→ Thurstone-Skala), die Methode der summierten Einstufungen (→ Likert-Skala), die → Skalogramm-Analyse (Guttman-Skala), das → semantische Differenzial und die → Stapel-Skala. Man unterscheidet je nach der Antwortskala zwischen → Bewertungsskalen, → Häufigkeitsskalen und → Intensitätsskalen.

Elektroenzephalografie (EEG)

Über Elektroden, die auf der Kopfhaut angebracht werden, wird die Aktivität des Gehirns registriert. Das EEG hat eine sehr hohe zeitliche, jedoch eine recht geringe räumliche Auflösung.

Elektrokardiografie (EKG)

Durch auf dem Brustkorb platzierte Elektroden wird das mit jedem Herzschlag verbundene elektrische Signal aufgezeichnet.

 

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