Forschungsmethoden der Psychologie

Glossar


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Elektromyografie (EMG)

Dieses Verfahren dient der Messung der Muskelspannung. In der Regel erfolgt die Ableitung zwischen zwei Elektroden, die über dem zu untersuchenden Muskel auf der Hautoberfläche angebracht werden.

Elektrookulografie (EOG)

Bei diesem Verfahren wird die Augenbewegung als Änderung im elektrischen Potenzial zwischen zwei Elektroden, die um das Auge herum angebracht werden, gemessen.

Entferntes-Treatment- Design

(engl. removed-treatment design) Versuchsplan mit wiederholten Interventionen, bei der die Manipulation („treatment“) im Mittelteil des Versuchsablaufs zurückgenommen wird. Die Teilnehmer bilden in diesem Design ihre eigene Kontrollgruppe.

Entscheidungstheorie

Kennzeichnet den Entscheidungsprozess bei Vorgabe von mehreren Alternativen, analysiert seine Ursachen und sagt sein Ergebnis vorher. Der Entscheidungsprozess lässt sich in Vorentscheidungsphase, Entscheidung und Nachentscheidungsphase unterteilen. Grundbegriffe der Entscheidungstheorie sind Nutzen und Wahrscheinlichkeit, die in Erwartungs x Wert-Modellen kombiniert werden. Generell kann zwischen subjektiven Einschätzungen dieser Größen und ihren objektiven Werten unterschieden werden. Die Dissonanztheorie betont den Unterschied der psychologischen Orientiertung zwischen der Vorentscheidungsphase und der Nachentscheidungsphase. Der → Theorie des überlegten Handelns und der → Theorie des geplanten Verhaltens liegt ein Erwartungs x Wert- Modell zugrunde.

Ereigniskorrelierte Potentiale (EKP)

Bezeichnung für entweder von Sinneswahrnehmungen ausgelösten (evozierten) oder mit kognitiven Prozessen korrelierten Wellenformen im Elektroenzephalogramm (EEG) → Elektroenzephalografie.

Erhebungsintervall

Zeitspanne zwischen Erhebungszeitpunkten.

Erklärende Studie

Studie, bei der der Schwerpunkt auf dem Auffinden gesetzmäßiger Zusammenhänge zwischen Merkmalsdimensionen liegt.

Event-Sampling

Stellt eine Stichprobentechnik dar. Beobachtung von Beginn, bezogen auf Verlauf und Ausgang des zu beobachtenden Geschehens, ohne Festsetzung eines Beobachtungszeitintervalls.

Experiment

→ experimentelle Studie

Experimentalgruppe (EG)

Bedingung des experimentellen Plans, in der die experimentelle Manipulation verwirklicht wird, die aber ansonsten der → Kontrollgruppe entspricht.

Experimentelle Studie

Empirische Studie, die auf willkürlicher Einwirkung und systematischer Manipulation der → unabhängigen Variablen beruht, um Auswirkungen auf interessierende Phänomene zu erfassen, die durch die → abhängige Variable repräsentiert werden, während Störvariablen kontrolliert werden.

Experteninterview

Gesprächsform, in der dem Forscher das besondere Wissen der in die Situation und Prozesse involvierten Menschen (= Experten) zugänglich gemacht wird.

Explanandum

Im → HO-Schema ein empirischer Sachverhalt, der in einem singulären Satz beschrieben wird, der eine raum-zeitliche Spezifizierung enthält. Bezieht sich auf den zu erklärenden Tatbestand der Gesetzesaussage.

Explanans

Beinhaltet im → HO-Schema das → Gesetz und die → Randbedingungen.

Exploration

(lat. explorare = erforschen) Einsatz von Erhebungstechniken, um Information über die Person (Stimmung, Erinnerungen, Bedürfnisse, Motivation) zu erhalten.

Externe Validität

Bezieht sich auf die Generalisierung der Untersuchungsergebnisse und somit auf die Frage, ob die Ergebnisse nur für die untersuchte Stichprobe in der speziellen verwendeten Versuchsanordnung gelten oder auch unter anderen Gegebenheiten (Situationen, Populationen, → Operationalisierungen der unabhängigen und abhängigen Variablen).

Eye-Tracking

Beim Eye-Tracking werden Augenbewegungen in einer bestimmten Situation aufgezeichnet. Es handelt sich um ein optisches Verfahren, bei dem Augenbewegungen etwa mithilfe einer Videokamera aufgenommen werden. Die Exploration der Umgebung findet im Wechsel von schnellen Bewegungen der Augen (Sakkaden) und Fixationen (Blickfixierungen auf einen bestimmten Punkt im Raum) statt. Diese Sakkaden und Fixationen sind in den meisten Fällen die wichtigsten Faktoren der Augenbewegungsanalyse, auf deren Grundlage etwa Rückschlüsse auf nicht direkt beobachtbare kognitive Prozesse gezogen werden können.

Faktorenanalyse

Multivariates statistisches Verfahren, das auf mathematischen Modellen zur Datenreduktion beruht. Die bekanntesten Extraktionsmethoden sind die Hauptkomponentenanalyse und die Hauptachsenanalyse. Aus einer größeren Zahl von Variablen wird auf der Grundlage ihrer Zusammenhänge, wie sie z.B. in Korrelationen ausgedrückt werden, eine geringere Zahl von Dimensionen bzw. Faktoren abgeleitet. Die Ladungen der Variablen auf diesen Faktoren werden statistisch berechnet. Sie repräsentieren die Korrelationen zwischen den Variablen und den Faktoren.

Faktorielles Design

Versuchsplan, in dem mehrere (wenigstens zwei) unabhängige Variablen gleichzeitig variiert werden, die auch Faktoren genannt werden. Die Faktoren werden systematisch miteinander kombiniert. Der einfachste Fall ist das 2 x 2-Design. Jede Abstufung eines Faktors wird mit jeder Abstufung des anderen Faktors kombiniert. Neben den Haupteffekten der Faktoren kann auch die statistische Interaktion unter den Faktoren getestet werden.

Fallstudie

Stellt die detaillierte Untersuchung einer einzelnen Untersuchungseinheit, eines Einzelereignisses oder einer einzelnen Gruppe dar.

 

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