Forschungsmethoden der Psychologie

Glossar


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Beobachterdrift

Ohne tatsächliche Verhaltensänderung werden zunehmend mehr oder immer weniger relevante Ereignisse registriert.

Beschreibende Studie

Studie, bei der die Erfassung der Merkmalsausprägung der Untersuchungseinheiten auf interessierenden Merkmalsdimensionen im Mittelpunkt steht. Beispiel: Meinungsforschung.

Beta-Fehler

(Ausführlich: Beta-Fehlerwahrscheinlichkeit, alternativ: „Fehler der 2. Art“) Bringt bei Hypothesentests die Wahrscheinlichkeit zum Ausdruck, dass die Alternativhypothese irrtümlich zurückgewiesen wird. Es wird z.B. erschlossen, dass ein tatsächlich vorhandener Mittelwertunterschied zwischen zwei Populationen nicht vorhanden ist. Da die Teststatistik im Geltungsbereich der Nullhypothese liegt und die Alternativhypothese tatsächlich zutrifft, spricht man von einer Scheinwiderlegung der Alternativhypothese oder von „false negatives“ bzw. falsch-negativer Entscheidung.

Bewertungsskala

Stellt eine →Einstellungsskala dar, bei der die Bewertung von Sachverhalten oder Ereignissen durchgeführt wird. Bei einer fünfstufigen Skala wird die Verwendung der verbalen Label „stimmt nicht, stimmt wenig, stimmt mittelmäßig, stimmt ziemlich, stimmt sehr“ für die numerischen Abstufungen empfohlen, um → Äquidistanz zu erreichen.

Biofeedback

Eine Methode, mithilfe derer der unmittelbaren Sinneswahrnehmung nicht zugängliche Veränderungen biologischer Parameter gemessen und somit zugänglich gemacht werden. Hierfür werden technische Hilfsmittel, wie die → Elektromyografie, verwendet. Die Methode wird z.B. im verhaltenstherapeutischen Kontext eingesetzt.

Biografisches Interview

Gesprächsform zur Erfassung von vergangenen für den Lebensverlauf besonders relevantem Verhalten.

Bionominal Effect Size-Display (BESD)

Stellt die Erfolgsrate einer Behandlung in der Versuchsgruppe im Vergleich zu einer unbehandelten Kontrollgruppe in einem 2 x 2-Schema dar und dient zur intuitiven Veranschaulichung von → Effektstärkemaßen.

Bipolare Ratingskala

Antwortskala, bei der die Endpunkte durch Gegensatzpaare verankert sind (z.B. gut vs. schlecht). Wird in → Semantischen Differenzialen verwendet.

Blockfaktor

→ Blocking

Blocking

Bildung eines Blockfaktors, auf dem Personen aufgrund ihrer Ähnlichkeit zusammengefasst werden. Beispiel: Der Blockfaktor Geschlecht fasst alle Männer und alle Frauen zusammen, die in der Experimental- und Kontrollgruppe teilnehmen. Durch Blockfaktoren können potenzielle Störvariablen statistisch kontrolliert werden. Als Folge davon wird die → Power des statistischen Tests, der die Ergebnisse in Experimental- und Kontrollgruppe vergleicht, erhöht.

Bodeneffekt

Tritt auf, wenn die Testitems eines Verfahrens zu „schwer“ sind, wodurch auch Personen mit einer hohen Merkmalsausprägung diese Items nicht lösen können.

 

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