Forschungsmethoden der Psychologie

Glossar


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E-Mail-Befragung

Teilnehmer werden gebeten, einen Fragebogen per E-Mail zu beantworten.

Effektstärkemaß

Statistisches Maß für die Stärke des Einflusses einer (unabhängigen) Variable auf eine (abhängige) Variable. Kennzeichnet die praktische Bedeutung eines Zusammenhangs und ist unabhängig von der Stichprobengröße. Beispiele sind die Produkt-Moment-Korrelation r und Cohens d.

Eindimensionalität

Bedeutet bei einer Einstellungskala oder einem Fragebogen, dass alle Items in einer → Faktorenanalyse auf dem ersten Faktor hohe Ladungen aufweisen (Generalfaktor). Ist die Voraussetzung für die Bildung eines Gesamtskalenwertes. Zur Bestimmung der Eindimensionalität wird der erste Faktor bzw. die erste Komponente extrahiert. Die Eindimensionalität hängt von der inhaltlichen Gleichheit (Homogenität) der Items ab.

Einfache unterbrochene Zeitreihe

Untersuchungsdesign mit mehrfach wiederholten Messungen, in das eine experimentelle Manipulation eingebettet ist. Dient dem Ziel, die Auswirkung einer Intervention auf der Grundlage einer größeren Zahl von Messzeitpunkten vor und nach der Intervention zu ermitteln. Eine Auswertungsmethode stellt die → Regressions-Diskontinuitäts-Analyse dar.

Einfache Zeitreihe

Mehrfach wiederholte Messungen, um zeitliche Trends zu ermitteln. Eine Erweiterung stellt die → einfache unterbrochene Zeitreihe dar.

Einstellung

Stellt eine kognitiv-motivationale Bereitschaft dar, die dem Verhalten Richtung und Antrieb gibt. Wird z.B. auf der Grundlage der → Theorie des überlegten Handelns gemessen. Eine andere Vorgehensweise fokussiert auf die Bewertung des Einstellungsobjekts.

Einstellungsinterview

Gesprächsmethode zur Personalauswahl und Personalentwicklung → Multimodales Interview, → biografisches Interview, → situatives Interview.

Einstellungsskala

Dient zur Messung von Einstellungen gegenüber einem Einstellungsobjekt durch standardisierte Selbsteinschätzung. Man unterscheidet Ein-Item-Skalen und Mehr-Item-Skalen. Die Skalen bestehen aus Einstellungsitems, die Aussagen über das Einstellungsobjekt enthalten. Die wichtigsten Techniken der Einstellungsmessung sinddie Methode der gleich erscheinenden Intervalle (→ Thurstone-Skala), die Methode der summierten Einstufungen (→ Likert-Skala), die → Skalogramm-Analyse (Guttman-Skala), das → semantische Differenzial und die → Stapel-Skala. Man unterscheidet je nach der Antwortskala zwischen → Bewertungsskalen, → Häufigkeitsskalen und → Intensitätsskalen.

Elektroenzephalografie (EEG)

Über Elektroden, die auf der Kopfhaut angebracht werden, wird die Aktivität des Gehirns registriert. Das EEG hat eine sehr hohe zeitliche, jedoch eine recht geringe räumliche Auflösung.

Elektrokardiografie (EKG)

Durch auf dem Brustkorb platzierte Elektroden wird das mit jedem Herzschlag verbundene elektrische Signal aufgezeichnet.

Elektromyografie (EMG)

Dieses Verfahren dient der Messung der Muskelspannung. In der Regel erfolgt die Ableitung zwischen zwei Elektroden, die über dem zu untersuchenden Muskel auf der Hautoberfläche angebracht werden.

Elektrookulografie (EOG)

Bei diesem Verfahren wird die Augenbewegung als Änderung im elektrischen Potenzial zwischen zwei Elektroden, die um das Auge herum angebracht werden, gemessen.

Entferntes-Treatment- Design

(engl. removed-treatment design) Versuchsplan mit wiederholten Interventionen, bei der die Manipulation („treatment“) im Mittelteil des Versuchsablaufs zurückgenommen wird. Die Teilnehmer bilden in diesem Design ihre eigene Kontrollgruppe.

Entscheidungstheorie

Kennzeichnet den Entscheidungsprozess bei Vorgabe von mehreren Alternativen, analysiert seine Ursachen und sagt sein Ergebnis vorher. Der Entscheidungsprozess lässt sich in Vorentscheidungsphase, Entscheidung und Nachentscheidungsphase unterteilen. Grundbegriffe der Entscheidungstheorie sind Nutzen und Wahrscheinlichkeit, die in Erwartungs x Wert-Modellen kombiniert werden. Generell kann zwischen subjektiven Einschätzungen dieser Größen und ihren objektiven Werten unterschieden werden. Die Dissonanztheorie betont den Unterschied der psychologischen Orientiertung zwischen der Vorentscheidungsphase und der Nachentscheidungsphase. Der → Theorie des überlegten Handelns und der → Theorie des geplanten Verhaltens liegt ein Erwartungs x Wert- Modell zugrunde.

Ereigniskorrelierte Potentiale (EKP)

Bezeichnung für entweder von Sinneswahrnehmungen ausgelösten (evozierten) oder mit kognitiven Prozessen korrelierten Wellenformen im Elektroenzephalogramm (EEG) → Elektroenzephalografie.

Erhebungsintervall

Zeitspanne zwischen Erhebungszeitpunkten.

Erklärende Studie

Studie, bei der der Schwerpunkt auf dem Auffinden gesetzmäßiger Zusammenhänge zwischen Merkmalsdimensionen liegt.

Event-Sampling

Stellt eine Stichprobentechnik dar. Beobachtung von Beginn, bezogen auf Verlauf und Ausgang des zu beobachtenden Geschehens, ohne Festsetzung eines Beobachtungszeitintervalls.

Experiment

→ experimentelle Studie

Experimentalgruppe (EG)

Bedingung des experimentellen Plans, in der die experimentelle Manipulation verwirklicht wird, die aber ansonsten der → Kontrollgruppe entspricht.

 

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