Forschungsmethoden der Psychologie

Glossar


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Kategoriensystem

Geschehensstrom wird unter bestimmten Aspekten vollständig aufgeteilt, so dass in jedem Augenblick das beobachtete Verhalten einer und nur einer der zur Verfügung stehenden Kategorien zugeordnet werden kann.

Kausale Beziehung

Ursache-Wirkungs-Relation, bei der die Ursache die Wirkung auslöst oder hervorruft.

Klassische Testtheorie

Geht davon aus, dass sich der beobachtete Wert aus dem wahren Wert und einem zufälligen Messfehler zusammensetzt.

Kompatibilität

Kriterium, das sich auf das Niveau der Messung von zwei oder mehreren Testverfahren bezieht. Hohe Kompatibiliät bedeutet, dass das Niveau der Messung der Testverfahren übereinstimmt. Eine Anwendung ist die Verhaltensvorhersage durch Einstellungen, für die sich eine Anpassung des Niveaus der Messung von Einstellung und Verhalten empfiehlt, um hohe Kompatibilität zu erreichen.

Kompatibilitätsprinzip

Bezieht sich auf die Einstellungs-Verhaltens-Relation. Wenn die Messung der Einstellung und des Verhaltens in der Handlung, im Ziel der Handlung, im Kontext und im Zeitpunkt korrespondieren, liegt hohe Kompatibilität zwischen den Messungen vor. Das ist eine Voraussetzung, um hohe Konsistenz zwischen Einstellung und Verhalten zu erzielen.

Kompensatorische Rivalität

Verzerrung, die entsteht, wenn Teilnehmer, die in einer Kontrollgruppe keine positive Manipulation erhalten, besonders motiviert sind, ihr Können zu präsentieren, weil sie eine Rivalität mit der Experimentalgruppe empfinden. Dadurch besteht die Möglichkeit, dass die Kontrollgruppe besonders gut abschneidet und die Experimentalgruppe, die die positive Manipulation erhält, erreicht oder sogar überholt. Das kann den → Fehler der 2. Art erhöhen.

Konfundierung

Überlagerung eines Effekts, die sich ergibt, wenn neben der unabhängigen Variablen weitere Kovariablen auf die abhängige Variable einwirken. Man spricht auch von einer Drittvariable, die als Störfaktor den Zusammenhang zwischen zwei Variablen beeinflusst. Bedeutet das Vorhandensein einer methodischen Alternativhypothese zu der inhaltlichen Hypothese, die ihre Bestätigung vortäuschen kann (→ Alpha-Fehler).

Konsistenzstreben

Stellt eine → Antworttendenz dar. Teilnehmer nehmen an, dass Merkmale natürlicherweise zusammenhängen und stellen unter ihren Antworten die Zusammenhänge her, von deren Existenz sie überzeugt sind.

Konstruktvalidität

Bezieht sich auf die Frage, ob die unabhängige Variable und die abhängige Variable die psychologischen Konstrukte der Hypothese, auf die sie sich beziehen, angemessen erfassen. Häufige Bedrohungen bestehen im → Mono-Methoden-Bias, in der → Reaktivität auf die experimentelle Situation und in → Versuchsleitereffekten.

Kontrollgruppe (KG)

Bedingung des experimentellen Plans, in der keine experimentelle Manipulation eingesetzt wird, die aber ansonsten der → Experimentalgruppe entspricht.

Konvergente Validität

Ausmaß, in dem zwei Messverfahren eines Konstrukts (z.B. Selbstbericht und Fremdbericht der Gewissenhaftigkeit) übereinstimmen bzw. „konvergieren“.

Korrelationsstudie

Dient dazu, die Beziehung zwischen Variablen zu erforschen, ohne dass eine Manipulation dieser Variablen vorgenommen wird. Zwei Messreihen werden über die Untersuchungseinheiten der Stichprobe hinweg in Beziehung gesetzt.

 

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