Forschungsmethoden der Psychologie

Glossar


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Magnetoenzephalografie (MEG)

Veränderungen in Magnetfeldern auf der Oberfläche der Kopfhaut werden mithilfe dieser Methode gemessen. Im Vergleich zum EEG hat das MEG eine höhere räumliche Auflösung.

Magnetresonanztomografie (MRT)

Mithilfe dieser Methode, die auch unter der Bezeichnung Kernspintomografie bekannt ist, werden hochauflösende Aufnahmen des Gehirns und anderer innerer Strukturen erstellt. Sie zeichnet sich u.a. durch eine hohe räumliche Auflösung und die Erzeugung dreidimensionaler Bilder aus.

Magnetresonanztomografie, funktionelle (fMRT)

Die funktionelle MRT ermöglicht die Darstellung aktiver Hirnbereiche, indem sie die Veränderung des Sauerstoffflusses in diese Bereiche misst.

Magnetstimulation, repetetive (rTMS)

Die schnell und regelmäßig aufeinanderfolgende Anwendung der TMS wird als repetitive TMS (rTMS) bezeichnet. Bei rTMS-Serien sind frequenzabhängig spezifische Effekte zu beobachten, die sich von denen bei der TMS unterscheiden; so kann etwa die Aktivität eines bestimmten Gehirnareals erhöht oder gehemmt werden.

Magnetstimulation, transkraniale

(lat. transkraniell = durch den Schädel hindurch) (TMS). Bei diesem Verfahren werden kortikale Neuronen durch ein zeitlich veränderliches Magnetfeld in ihrer elektrischen Aktivität beeinflusst, wodurch etwa reversible Läsionen hervorgerufen werden können.

Mehrebenenanalyse

Dieses Vorgehen berücksichtigt mehr als nur eine Betrachtungsebene (z.B. Schüler, die Schulklasse und Schulen). Damit kann die Mehrebenenanalyse neben personenbezogenen Merkmalen auch Aspekte des sozialen Kontextes (z.B. von Organisationen, aber auch Regionen) erfassen. Auf diesem Wege ist eine differenzierte Betrachtung komplexer Zusammenhänge möglich, da personenbezogene Merkmale (je nach Art des Umfeldes oder der Kontextbedingungen) unterschiedlich ausgeprägt sein können. Die Zahl der Ebenen, die einer Analyse zu Grunde gelegt werden, hängt von der Anzahl der Aggregationsstufen (→ Aggregation) ab, die in einer Studie gleichzeitig berücksichtigt werden sollen.

Messbedeutungsproblem

Schwierigkeit, Maße für Veränderungen zu finden, die gleichermaßen exakt quantifizierbar und individuell bedeutungsvoll sind.

Metaanalyse

Forschungsintegrativer Ansatz, bei dem die Ergebnisse mehrerer vergleichbarer Untersuchungen zu einer bestimmten Hypothese oder Forschungsfrage zusammengefasst werden. Effektstärkemaße einzelner Studien werden zu einem integrativen Effektstärkemaß zusammengefasst (→ Effektstärke).

Methode

Verfahren, die eingesetzt werden, um wissenschaftlich relevante Evidenz zu sammeln.

Milde-Effekt

Stellt eine → Antworttendenz dar. Beurteilungsverzerrungen zum Positiven, z.B. aus Mitleid.

Mittel-Zweck- Relation

Nach Campbell (1963) stellt das Verhalten das Mittel dar, um den Zweck, der durch die → Einstellung verkörpert wird, zu erreichen oder zu verwirklichen. Danach gibt es eine gemeinsame Basis – die erworbene Verhaltensdisposition –, auf die sich Einstellung und Verhalten gleichermaßen zurückführen lassen.

Mono-Methoden- Bias

Verzerrung, die entsteht, wenn die Variablen der Wenn- und der Dann-Komponente einer Hypothese durch die gleiche Methode (häufig handelt es sich um Selbstberichte) gemessen werden. Die Verzerrung in Richtung einer Erhöhung des Zusammenhangs wird durch gemeinsame Methodenvarianz hervorgerufen.

Mortalität

→ Ausfall

Multimodales Interview

Komplexe Form eines vorab geplanten und strukturieren Bewerberinterviews, das aus acht Gesprächskomponenten besteht.

Multipler Operationalismus

Wissenschaftliche Vorgehensweise, bei der das zu untersuchende Konstrukt durch mehrere parallele Verfahrensweisen („multipel“) operationalisiert wird. Ermöglicht die Kontrolle der spezifischen Fehlerquellen jedes einzelnen Verfahrens.

Multitrait-Multimethod-Analyse

Verfahren, um gleichzeitig die konvergente und die diskriminante Validität zu prüfen. Dabei werden mehrere Eigenschaften einer Person mit jeweils mehreren Messverfahren gemessen. Auf der Basis der resultierenden Korrelationsmatrix kann die konvergente und diskriminante Validität statistisch abgeleitet werden.

 

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