Geschichte der Psychologie

Glossar


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Ambivalenz

Doppeldeutigkeit oder -gerichtetheit (von Gefühlen, Gedanken, Einstellungen u.a.).

Anthropologie

Begriff in der Philosophie und den Natur- und Sozialwissenschaften, der den Menschen in seiner umfassenden Existenz zum Forschungsgegenstand hat. In besonderen Kombinationen u.a. in der Kulturanthropologie und der Kulturpsychologie zu finden.

Anthropomorphismus

Die Annahme, dass andere Wesen, Naturphänomene oder auch Gott nach menschlichen Prinzipien beschaffen sind.

Archetypen

Kollektive, unbewusste „Urbilder“ (nach C.G. Jung). Die Archetypen drücken sich z.B. in Mythen-, Märchen- oder Traumbildern aus.

Attribution

Bewusste oder unbewusste Ursachenzuschreibung für eigene oder fremde Handlungen/Erfolge/Misserfolge.

Autarkie

Selbstständigkeit, Selbstgenügsamkeit und Unabhängigkeit; ein vorrangiges Ziel der Kyniker und Stoiker.

Charakterologie

Lehre von den wesenhaften Eigenschaften einer Persönlichkeit. Die Charakterologie erhebt diagnostische Ansprüche. Verschiedene (historische) Typenlehren lassen sich der Charakterologie zuordnen.

Diskurs

Methodische Auseinandersetzung über ein Thema in Form eines Textes oder (Streit-)Gespräches.

Dogmatik

Herrschende Lehre bzw. Lehrmeinung, die autoritär und als „geschlossenes Glaubenssystem“ vertreten wird.

Drittmittelforschung

An Hochschulen, Universitäten und allgemeinen Forschungseinrichtungen angesiedelte Forschung bzw. Forschungsprojekte, die von Außenstehenden finanziert werden.

Dualismus

Vorstellung einer Zweiteilung der Welt in eine materielle und geistige Dimension (Descartes). Der Begriff lässt sich auch auf andere Zweiheiten verallgemeinern.

Epochè

Altgriechisch für die Enthaltung von Vormeinungen, Vorurteilen, Ansichten als Schritt im Erkenntnisprozess. Bedeutender Theoriebestandteil in der Phänomenologie Edmund Husserls.

Essay

Abhandlung in freier erzählender Form im Gegensatz zu formalen und methodisch vorgegebenen Regeln.

Eudämonie

Lehre vom Glücklichsein in der Antike.

Evidenz

Direkt einleuchtende Erkenntnis, die nicht weiterer Beweise oder Herleitungen bedarf.

Falsifikationsprinzip

Nach Sir Karl Raimund Popper kann man Erkenntnisfortschritt nicht durch Bestätigung gewinnen, sondern durch Widerlegung. Noch so viele weiße Schwäne beweisen nicht den Satz „alle Schwäne sind weiß“. Ein schwarzer Schwan falsifiziert diesen Satz.

Fehlerfreundlichkeit

Ein Aspekt der Handlungs- und Sicherheitspsychologie, der statt starrer Vorschriften und Verbote auf dynamische Organisation mit einer aktiven Auseinandersetzung mit Handlungsfehlern setzt.

Flow

„Fließen“; nach Czikszentmihalyi bezeichnet Flow einen besonderen Zustand des Erhobenseins, des Glücks, des Gefühls der Vollkommenheit.

Geisteswissenschaft

Methodische Erkenntnisgewinnung durch Auslegung, Beschreibung und Verstehen.

Hermeneutik

Die Methode systematischen Auslegens und Verstehens von Texten und kulturellen Phänomenen.

 

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