Geschichte der Psychologie

Kapitelübersicht


Kapitel 1

Einleitung


Überblick

Eine Geschichte der Psychologie ermöglicht uns, ein besseres Verständnis für dieses Fach zu gewinnen und (aktuelle) Entwicklungen neu zu sehen und zu bewerten. Die Auswahl der dargestellen Inhalte ist dabei immer auch von subjektiven Faktoren beeinflusst.Das Selbstverständnis des Faches Psychologie und ihrer Vertreter hat sich über die Zeit hinweg gewandelt. Heutzutage ist insbesondere auch der globalisierte Kontext, in dem Psychologie (in der Anwendung und Forschung) stattfindet, von Bedeutung. Die Psychologie als Wissenschaft hat ihre Ursprünge in der Philosophie und Theologie, später übte die Naturwissenschaft mit ihren Methoden großen Einfluss auf das Fach aus. Für das Gesamtverständnis des Faches ist es wichtig, die einflussreichen Persönlichkeiten in ihren jeweiligen geistesgeschichtlichen Kontext einordnen zu können.

 

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Kapitel 2

Der Blick der Antike auf das Seelenleben


Überblick

Mit der frühen Philosophie im athenischen Stadtstaat im 4. Jahrhundert v. Chr. begann eine Wandlung von einem Denken in religiösen Dimensionen hin zu einer Kenntnisgewinnung durch Gebrauch der Vernunft. Für Sokrates war das Erlangen von Erkenntnis ein dialogischer Prozess. Platon sah in der Erkenntnis den Zugang zu den Gültigkeiten hinter den Gegebenheiten. Die Philosophen der Antike beschäftigten sich zum einen mit dem Thema der Seele. Eine andere zentrale Frage, der sich z. B. Aristoteles und Seneca widmeten, war die, wie man das „gute Leben“ gestalten sollte.

 

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Kapitel 3

Verstand und Glaube


Überblick

Während der Zeit des Mittelalters beschäftigten sich arabische Gelehrte mit der griechischen Philosophie und entwickelten eigene Vorstellungen, die Einfluss auf das christliche Denken der Scholastiker hatten. Diese christlich orientierte Philosophie und Theologie war von der Vernunftvorstellung fasziniert und diskutierte unter verschiedensten Perspektiven das Wesen der menschlichen Seele in seiner diesseitigen und jenseitigen, auf Gott bezogenen Dimension. Mit der Reformation fand ein Wandel des Verantwortungsbegriffs statt, der die Autonomie des Individuums, mit Gott unvermittelt Zwiesprache halten zu können, ins Zentrum rückte. Ein weiteres Menschenbild, das zu der Zeit entstand, war das des wohl kalkulierenden Machtlenkers. Das Private und der Vorgang der Introspektion gewannen zunehmend an Interesse.

 

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Kapitel 4

Probleme des Verstandes: Dualismus, Mechanik und Empirie


Überblick

Im 17. und 18. Jahrhundert trat der Verstand in den Vordergrund des philosophischen Interesses. Zunehmende Fortschritte in den Naturwissenschaften begünstigten den Wandel des Denkens, man interessierte sich für Gesetzmäßigkeiten der Natur, die man auch auf den Menschen zu übertragen versucht. René Descartes ging von einer Trennung des Geistigen und des Körperlichen aus. Mechanische Modelle tauchten auf, denen zufolge der Mensch (und die Tiere) wie ein Uhrwerk konstruiert sei und funktioniere. Die Denkrichtung des Empirismus lehnte die Vorstellung von gegebenen Voraussetzungen ab und nahm an, dass der Verstand durch Erfahrung entsteht.

 

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Kapitel 5

Dichter und Philosophen als Seelenkundige


Überblick

Die Faszination für das „Innere“, die bei Schriftstellern im 18. Jahrhundert entstand, entstammte ihrer individuellen und privaten Lebenssituation. Im Vergleich zu dem bisherigen praktizierten psychologischen Denken war der entwicklungspsychologische Akzent neu: Wie werden wir und wie kann man dieses Werden sinnvoll darstellen? Dokumentiert wurden diese Beobachtungen in Erzählform. Johann Wolfgang von Goethe verfasste mit Wilhelm Meisters Lehrjahre einen der ersten Bildungsromane, in dem die  Entwicklungsgeschichte der Hauptfigur beschrieben wird. Für konkrete innere Vorgänge interessierte sich Karl Philipp Moritz, nicht nur als Romanschriftsteller, sondern auch als Herausgeber der ersten deutschen psychologischen Zeitschrift. Die Vorstellung, aus der Physiognomie auf das Innere zu schließen, wurde populär, rief aber auch kritische Stimmen hervor. Aus seinen Erfahrungen und Alltagsbeobachtungen heraus formulierte Adolph von Knigge allgemeine Empfehlungen für den Umgang mit Mitmenschen, eine Idee, die nach wie vor aktuell ist.

 

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Kapitel 6

Psychologie in Erzählung und Musik: Die Romantik


Überblick

Während der Zeit der Romantik war die Beschäftigung mit den menschlichen Seelenzuständen ein Hauptthema von Künstlern. Komponisten versuchten, psychologische Zustände in musikalische Stücke zu „übersetzen“. Sie, wie auch zeitgenössische Schriftsteller waren dabei besonders von den bizarren und dunklen Seiten der Seele fasziniert. Durch Selbsterfahrung und Beobachtung innerer Zustände entstanden so genaue phänomenologische Beschreibungen des Innenlebens. Mit den Themen des Denken und Handelns beschäftigte sich Heinrich von Kleist, in dessen Aufsätzen bereits moderne psychologische Prinzipien formuliert werden.

 

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Kapitel 7

Die Psychologie wird eine Wissenschaft


Überblick

Veränderungen im 19. Jahrhundert, u. a. in den Bereichen der Technik, Naturwissenschaft und Kultur führten zu einem „wissenschaftlichen“ Vorgehen, nicht nur in der Psychologie, so wie wir es heute kennen. Die Verwendung von Fachsprachen kam auf, was sich beispielsweise in den Versuchen Fechners zeigt, die Empfindungsstärke durch eine mathematische Formel auszudrücken. Die experimentelle Forschung hielt Einzug in die Universitäten. So wurde 1879 das erste psychologische Labor von Wilhelm Wundt in Leipzig gegründet. Die „Schulenbildung“ kam auf und führte zu Differenzierungen in den Theorien und Forschungsparadigmen. Ein zentrales Anliegen war die Betonung von psychischen Elementen, die in der etablierten und vor allem naturwissenschaftlich orientierten Psychologie vernachlässigt wurden. Krueger sah das Gefühl unberücksichtigt, er und seine Schüler waren überzeugt vom Begriff der Ganzheit, während die Frankfurter-Berliner Schule der Gestaltpsychologie nach der „guten“ prägnanten Gestalt im psychischen Geschehen forschte. Der Ganzheitsbegriff fiel indes während der Zeit des Nationalsozialismus bei den Vertretern nationalistischer und rassistischer Anschauungen auf fruchtbaren Boden.

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Kapitel 8

Reise in die Tiefe der Seele


Überblick

Gegen Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts bot das kulturelle und geistige Klima in Wien einen Nährboden für neue Annahmen über die Beschaffenheit des Seelenlebens. Die medizinische Forschung befasste sich mit „unangepassten“ und auffälligen Verhaltensweisen und wie diese zu therapieren seien. Die Entwicklung einer Therapie, in der der Patient überwiegend mit seinem Arzt redet, geht auf Breuer und Freud zurück und fand ihre spezifische Ausprägung in der Psychoanalyse mit ihrem typischen „Couch-Setting“. Freud stellte Annahmen auf über eine geschichtete Struktur der mentalen Vorgänge, von denen ein Großteil im Unbewussten liegt und dem Menschen nur durch bewusstes Nachforschen zugängig gemacht werden kann. Zudem sah er den Sexualtrieb als treibende Kraft des Menschen an. Alfred Adler und C. G. Jung, zwei seiner Weggefährten, distanzierten sich von den Lehren Freuds und gründeten eigene tiefenpsychologische Schulen: Alfred Adler die Individualpsychologie und C. G. Jung die Analytische Psychologie.

 

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Kapitel 9

Psychologie des Lernens und der Entwicklung


Überblick

Ein Weg zur Erforschung des Lernens wurde in Russland und der späteren Sowjetunion gefunden: Bechterew und Pawlow leiteten ihre Sicht des Verhaltens direkt aus der Physiologie ab und entdeckten das Paradigma des klassischen Konditionierens. Der „amerikanische Weg“ der Lernpsychologie ist in der amerikanischen Philosophie verwurzelt, die in Europa (England abgesehen) kein Pendant hat: dem Pragmatismus. Damit verbunden war der Anwendungsgedanke der Forschung. Auf dieser Grundlage entwickelte sich die Strömung des Behaviorismus, die vor allem durch B. F. Skinner vertreten wurde, und das reine Verhalten des Menschen zum Gegenstand seiner wissenschaftlichen Analysen machte. In Europa etablierte sich eine „verstehende“ Entwicklungspsychologie, vor allem vertreten durch Charlotte Bühler und William Stern, die lebensweltlich orientiert war und in ihren Forschungen qualitative und quantitative Strategien miteinander verband (die Inhaltsanalyse von Tagebüchern, Aufsätzen, literarischen Werken, Selbstbeschreibungen und Memoiren und die Auswertung von Interviews und Fragebögen).

 

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Kapitel 10

Vom Diplom zum Bachelor und Master: Änderungen und Neuerungen


Überblick

Das Wissenschaftsselbstverständnis des Faches Psychologie hat sich in den letzten Jahren dahingehend gewandelt, dass eine Anwendbarkeit der Inhalte gefordert wird. Unter diesem Gesichtspunkt lässt sich auch die Bildungs-Ausbildungs-Frage, also ob das Studium bilden oder ausbilden soll, diskutieren. Besonders zeigt sich das neue Fachverständnis an einem starken Einfluss neurobiologischer und psychobiologischer (Forschungs-)Paradigmen auf die Basisfächer der Allgemeinen Psychologie. Das Bachelorstudium Psychologie ist modulweise aufgebaut und hat das Ziel, psychologisches Grundwissen und Methoden zu vermitteln, die die Studierenden für eine spätere Tätigkeit qualifizieren sollen.

 

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Kapitel 11

Psychologie als Beruf


Überblick

Anfang des 20. Jahrhunderts begannen sich Vertreter der Psychologie mit Fragen der Anwendung zu beschäftigen, wie z. B. Hugo Münsterberg, der einen der ersten Berufseignungstests entwickelte.In der heutigen Zeit spielt die Nützlichkeit eines Faches, vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht, eine große Rolle für dessen Anerkennung. Die Anwendungsmöglichkeiten psychologischen Wissens haben im Laufe der letzten Jahrzehnte zunehmend das Interesse verschiedenster Gruppen (u. a. Medizin, Wirtschaft) geweckt und so zur Etablierung und Ausdifferenzierung verschiedener psychologischer Berufsbereiche geführt.

 

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