Klinische Psychologie – Grundlagen

Fragen und Antworten zum 4. Kapitel


Frage 1

Fallstudien lieferten in der Klinischen Psychologie wichtige Erkenntnisse. Was haben Sie aus dem Fall H. M. gelernt?


Antwort zu Frage 1

Strukturen des medialen Temporallappens (speziell Hippocampus) sind entscheidend für die Übertragung vom Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis, da der Neuerwerb von Informationen nach Entfernung nicht mehr gelang. Das Altgedächtnis blieb intakt. Das implizite Lernen war unbeeinträchtigt und ist von daher funktionell unabhängig.



Frage 2

Was ist die adulte Neurogenese und was macht sie besonders?


Antwort zu Frage 2

Unter adulter Neurogenese versteht man die Fähigkeit zur Entwicklung neuer Nervenzellen bei Erwachsenen. Bis vor wenigen Jahren hielt man dies für unmöglich. Im Hippocampus werden sie im Zusammenhang mit lebenslangem Lernen betrachtet.



Frage 3

Bitte nennen und erläutern Sie jeweils ein peripherphysiologisches Maß des ZNS und des ANS.


Antwort zu Frage 3

Beispiele ZNS:

 

• Computertomografie (CT): Verfeinerte Röntgentechnik zur Aufdeckung einzelner Hirnstrukturen und Darstellung morphologischer Veränderungen.

 

• Magnetresonanztomografie (MRT): Darstellung der Gewebestruktur durch Messung der magnetfeldinduzierten Schwingungen von Wasserstoffatomen.

 

• Positronenemissionstomografie (PET): Zuführung radioaktiver Substanzen zum Gehirn; Sichtbarmachen der Substanzen in Hirnarealen mittels von ihnen emittierter Strahlung (Positronen) zum Nachweis funktioneller Besonderheiten.

 

• Elektroenzephalografie (EEG): Ableitung elektrischer Potenziale vom Gehirn („hirnelektrische Aktivität“) zum Aufzeigen des zentralen Aktivierungszustands und Nachweis pathologischer Veränderungen.

 

 

Beispiele ANS:

 

• Elektrodermale Reaktion: Messung der Unterschiede im elektrischen Potenzial zweier Hautstellen als Indikator für Anstieg sympathischer, autonomer Erregung.

 

• Blutdruckmessung: Erfassung der kardiovaskulären Reagibilität.

 

• Elektrokardiografie (EKG): Aufzeichnung des elektrischen Potenzials zur Herzschlagbestimmung.



Frage 4

Welche Neurotransmitter gehören zur Klasse der Monoamine?


Antwort zu Frage 4

Dopamin, Adrenalin, Noradrenalin und Serotonin.



Frage 5

Bitte beschreiben Sie die beiden Stressachsen.


Antwort zu Frage 5

Die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse: Der Hypothalamus schüttet das Corticotropin-Releasing-Hormon (CRH) in den Blutkreislauf aus. Von dort erreicht es die Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) und veranlasst dort Synthese und Ausschüttung des Adrenocorticotropin-Hormons (ACTH). ACTH gelangt mit dem Blutstrom zur Nebennierenrinde und bewirkt dort die Freisetzung von Cortisol. Cortisol gewährleistet eine erhöhte Energiebereitstellung der Zielzellen.


Die Sympathikus-Nebennierenmark-Achse: Durch die sympathische Aktivierung wird die Ausschüttung von Adrenalin- und Noradrenalin erhöht. Die Herzschlagrate erhöht sich, die Blutgerinnung wird beschleunigt, es wird Glukose als Energielieferant zur Verfügung gestellt.



Frage 6

Die Sensitivität welches Cortisol-Rezeptors ist bei depressiven Patienten reduziert und wie könnten Antidepressiva hier gezielt helfen?


Antwort zu Frage 6

Der Glukokortikoidrezeptor (GR). Der Einsatz von antidepressiven Medikamenten könnte dazu beitragen, die GR-Dichte und -Sensitivität zu erhöhen.



 

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