Klinische Psychologie – Grundlagen

Glossar


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Katamnese

Nachkontrolle, d.?h. Erhebung in zeitlichem Abstand nach Beendigung einer Behandlung. Sie dient der Dokumentation und Überprüfung des (nachhaltigen) Behandlungserfolgs.

Klassifikatorische Diagnostik

Diagnosestellung durch Einordnung in ein Klassifikationssystem (s. DSM- bzw. ICD-Klassifikation). Die Symptome oder andere diagnostische Merkmale werden als Ausdruck einer zugrunde liegenden diagnostischen Klasse bzw. Kategorie aufgefasst (z.B. Diagnose einer depressiven Störung aufgrund des Auftretens von Depressionssymptomen in einer definierten Zeit mit einem bestimmten Schweregrad). Wird oft als Gegensatz zur dimensionalen Diagnostik gesehen, bei der die Symptome als Ausprägung zugrunde liegender Dimensionen aufgefasst werden (z.B. ein bestimmtes Ausmaß an Depressivität).

Klassische Konditionierung

Assoziativer Lernvorgang, bei dem eine angeborene Reiz-Reaktionsverbindung mit neuen Auslösebedingungen verknüpft wird.

Klinisch signifikante Veränderung

Konzept zur Beurteilung des Therapieerfolgs. Danach sollte eine Veränderung neben der statistischen Bedeutsamkeit auch klinische Relevanz besitzen. Eine Person sollte insoweit Besserung erfahren haben, dass sie aufgrund ihrer Symptomatik eher einer funktionalen als einer dysfunktionalen Stichprobe zuzuordnen ist.

Kohortenstudie

Eine Studie, in der eine Gruppe von Fällen untersucht wird, die aufgrund von Merkmalen, die vor der Untersuchung bekannt waren, ausgewählt wurde. Dies kann sowohl längs- als auch querschnittlich geschehen.

Kommunikationsstörungen

Diese Kategorie umfasst phonologische Störungen, expressive und kombinierte rezeptiv-expressive Sprachstörungen sowie das Stottern. Die schulische Leistung und die soziale Kommunikation sind unter Umständen eingeschränkt.

Kompensationsfaktor

Ein Begriff aus der Entwicklungspsychopathologie. Kompensationsfaktoren stellen die aktuell verfügbaren Fertigkeiten dar, die entweder angeboren sind oder im Rahmen psychosozialer Prozesse erworben wurden und erst nach einem Störungsbeginn wirksam werden.

Konditionierte Reaktion

Ein Begriff im Kontext der klassischen Konditionierung. Die konditionierte Reaktion entspricht der unkonditionierten Reaktion; erfolgt jedoch auf einen neu erworbenen Auslösereiz (den konditionierten Stimulus) hin.

Konditionierter Stimulus

Ein Konzept aus der klassischen Konditionierung. Der konditionierte Stimulus erwirbt nach mehrfacher gemeinsamer Darbietung mit dem unkonditionierten Stimulus die Fähigkeit, die konditionierte Reaktion auszulösen.

Konfundierung

Zwei unabhängige Variablen sind in einer Untersuchung dann konfundiert, wenn nicht eindeutig festgestellt werden kann, welche der beiden einen Effekt auf die abhängige Variable hat.

Kontiguität

Zeitliche Nähe zwischen Reaktion und Konsequenz.

Kontingenz

Wahrscheinlichkeit, mit der eine Konsequenz auf eine Reaktion hin erfolgt.

Kontingenzmanagement

Systematische Intervention, die auf operanten Methoden beruht. Ziel eines Kontingenzmanagements ist der Abbau unerwünschten Verhaltens und/oder der Aufbau erwünschten Verhaltens.

Kontrollierte Praxis

Konzept, nach dem therapeutische Interventionen im Sinne eines kontrollierten Einzelfallexperiments verstanden werden, indem Hypothesen (über Störungsgenese, die Aufrechterhaltung und Behandlung der Störung) generiert, laufend geprüft und revidiert werden.

Koordinationsstörungen

Die Kernsymptome bestehen in einer defizitären Grob-, Fein- und Graphomotorik, erschweren das Ausführen alltäglicher Handlungen und wirken sich negativ auf schulische Leistungen aus.

Korsakoff-Syndrom

Das Korsakoff-Syndrom wird durch einen Thiamin-(Vitamin B1) Mangel verursacht und tritt besonders nach langfristigem Alkoholkonsum auf. Es beinhaltet Störungen des Gedächtnisses (Amnesien), wobei insbesondere die Unfähigkeit, sich neue Informationen zu merken (anterograde Amnesie) stark ausgeprägt ist.

 

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