Klinische Psychologie – Grundlagen

Glossar


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Pathogenese

Die Gesamtheit der an Entstehung und Entwicklung einer Störung bzw. Krankheit beteiligten Faktoren.

Performanz

Das Ausführen eines gelernten Verhaltens.

Pheripherphysiologische Maße

Ableitungen peripherphysiologischer Maße sind nicht invasiv (z.B. EEG, EKG). Herangezogen werden Maße des ZNS und des ANS und diverse Parameter des endokrinen (Drüsen-)Systems und des Stoffwechsels.

Plananalyse

Die Erfassung von übergeordneten Zielen, Ansprüchen, Werten und Normen einer Person unter der Annahme, dass diese zur (nicht bewussten) Handlungssteuerung dienen. Problematische Verhaltensmuster können zur Erreichung dieser Ziele eine instrumentelle Funktion besitzen.

Population

Definierte Gruppe auf die eine bestimmte Untersuchung oder Statistik generalisiert werden soll; besonders wichtig in der Epidemiologie; Beispiel: die deutsche Bevölkerung zwischen 18 und 65 Jahren.

Prepardness

Konzept nach Martin Seligman, das erklärt, warum einige Reize leichter konditionierbar sind als andere. Dabei wird davon ausgegangen, dass die leichtere Konditionierbarkeit bestimmter Reize biologisch determiniert ist.

Prozessevaluation

Erfassung von Merkmalen des Behandlungsprozesses, wie zum Beispiel die Therapeut-Patient-Beziehung oder therapeutische Wirkfaktoren, während einer Behandlung.

Präfrontale Lobotomie

Bei der präfrontalen Lobotomie handelt es sich um einen früher verbreiteten chirurgischen Eingriff, der die Verbindungen zwischen dem Präfrontallappen (Hirnareale hinter der Stirn) und dem Rest des Gehirns trennt. Die Patienten wurden emotional unempfindsam, teilnahmslos und verloren ihr moralisches Bewusstsein.

Präfrontallappen

Der Präfrontallappen ist der Stirnlappen des Gehirns und gilt unter anderem als besonders relevant für Kontrollfunktionen, die Planungsfähigkeit und Emotionsregulation.

Prävalenz

Häufigkeit/Anteil von einer bestimmten Störung Betroffener in einer definierten Population in einer bestimmten Zeitperiode; z.B. Personen mit Major Depression in der deutschen Bevölkerung zwischen 18 und 65 Jahren in einem Zwölf-Monatszeitraum.

Psychische Störung

Eine psychische Störung wird als ein klinisch bedeutsames psychisches oder Verhaltenssyndrom bzw. Verhaltensmuster bezeichnet, das bei einem Individuum auftritt. Definitionsgemäß ist es mit aktuellem Leiden (z.B. Schmerz) oder Versehrtheit (z.B. Behinderung in einem oder mehreren wichtigen Funktionsbereichen) verbunden oder es besteht eine Beeinträchtigung in der Fähigkeit, Entwicklungsaufgaben (z.B. Anforderungen in der Schule) zu bewältigen oder ein signifikant erhöhtes Risiko für Tod, Schmerz, Siechtum oder ein bedeutsamer Verlust an Freiheit.

Psychodynamischer Ansatz

Zusammenfassender Begriff für theoretische Modelle die sich aus der Psychoanalyse ableiten, wobei nicht alle Annahmen der ursprünglichen Theorien Sigmund Freuds beibehalten werden (z.B. der Todestrieb). Die Psychodynamik sieht die Ursache von Störungen in der Persönlichkeitsstruktur des Individuums und vorrangig in innerpsychischen Konflikten. Sie sind die Grundlage für verschiedene psychodynamische Therapieverfahren.

Psychopathologie

Die Lehre von den psychischen Erkrankungen. Im Englischen häufig als abnormal psychology bezeichnet.

Psychotrope Substanzen

Stoffe (z.B. Genussmittel, Pharmaka, Drogen, Gifte), die auf das psychische Erleben einwirken. Im engeren Sinne sind die Substanzen gemeint, die häufig zu Sucht- und Abhängigkeitsstörungen führen. Im weiteren Sinne beinhalten sie auch Schlaf- und Schmerzmittel.

 

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