Lehrbuch der Personalpsychologie

Glossar


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Ich-Botschaft

Form der Kommunikation, bei der man Verantwortung für das Gesagte übernimmt, indem man es klar als eigene Auffassung darstellt. Ich-Botschaften kritischen Inhalts gelten im Vergleich mit Du-Botschaften als weniger verletzend. (vgl. Kapitel von Fiege, Muck & Schuler)

Identität

Aspekt der Persönlichkeit, der den von einer Person in einem bestimmten sozialen Umfeld angestrebten Ruf bezeichnet. Identität bezeichnet also die angestrebte (—>) Reputation. Nach der sozio-analytischen Persönlichkeitstheorie gelingt es Personen mit hohen sozialen Fertigkeiten besser, diesen anstrebten Ruf zu erreichen, als Personen mit niedrigen sozialen Fertigkeiten. (vgl. Kapitel von Blickle)

Impression Management

Aspekt des Sozialverhaltens von Personen, der darauf abzielt, den Eindruck (Impression), den andere von dieser Person gewinnen, zu lenken (Management). Dieser Eindruck braucht nicht unbedingt positiv zu sein (soziale Erwünschtheit), sondern kann auch auf die Einschüchterung und Distanzierung anderer abzielen. (vgl. Kapitel von Blickle)

Inhaltsvalidität

Die Güte, mit der ein Verfahren das interessierende Personmerkmal und seine Verhaltensäußerungen abbildet. Ein kontentvalider Test ist demnach repräsentativ für die möglichen Äußerungen des definierten Merkmals. (vgl. Kapitel von Höft)

Innovation (betriebliche)

Eine betriebliche Innovation ist eine Neuerung im organisationalen Kontext. Sie kann bezogen sein auf technische, prozessuale, organisationale oder soziale Neuerungen. Gekennzeichnet ist die betriebliche Innovation durch ihre Subjektivität, Intentionalität, die Wertschöpfung und das Innovationsobjekt selbst. (vgl. Kapitel von Guldin & Gelléri)

Instrumentalität

Als Instrumentalität wird ein Mittel-Zweck-Zusammenhang bezeichnet. In der VIE-Theorie von Vroom wird damit Förder- bzw. Hinderlichkeit eines Handlungsergebnisses für die Erfüllung von Handlungsergebnisfolgen bezeichnet. (vgl. Kapitel von Nerdinger)

Integrity Tests

Messinstrumente zur spezifischen Vorhersage kontraproduktiven Arbeitsverhaltens. Integrity Tests entstammen nicht der konstruktorientierten Grundlagenforschung, sondern der kriteriumsbezogenen personalpsychologischen Forschung bzw. Praxis. (vgl. Kapitel von Muck & Wesche)

Intelligenz

Synonym zum Begriff „kognitive Fähigkeiten“, der in seiner allgemeinsten Form die Gesamtheit aller geistigen Fähigkeiten umschreibt, wofür eine Vielzahl von Definitionen vorgebracht wurde. Gemeinsamer Kern praktisch aller Intelligenzkonzepte ist die Qualität und Geschwindigkeit der Lösung neuartiger (also nicht routinebestimmter) Aufgaben. (vgl. Kapitel von Schuler, Höft & Hell)

Interdependenztheorie

Die soziale Interdependenztheorie postuliert, dass das Verhalten der Parteien im Kontext eines sozialen Konflikts von der wechselseitigen Abhängigkeit ihrer Ziele bestimmt wird. Sind die Ziele gleichsinnig (positiv interdependent), so ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Konflikt friedlich und konstruktiv beigelegt werden kann. Sind die Ziele der Parteien gegensätzlich (negativ interdependent), so ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Konflikt feindschaftlich und eskalierend ausgetragen wird. (vgl. Kapitel von Blickle & Solga)

Interindividuelle Leistungsunterschiede

Interindividuelle Leistungsunterschiede bezeichnen Unterschiede in der Arbeitsleistung verschiedener Personen. (vgl. Kapitel von Moser & Sende)

Interkulturelles Assessment Center

Das interkulturelle (—>) Assessment Center gehört zu den (—>) simulationsorientierten Verfahren der Personalauswahl. Durch das interkulturelle Assessment Center soll die Eignung eines Kandidaten in Hinblick auf einen Einsatz in einem internationalen Tätigkeitsfeld geprüft werden. In den verschiedenen Übungen werden deshalb Aufgaben aus dem internationalen Tätigkeitsfeld simuliert. (vgl. Kapitel von Kühlmann)

Interkulturelles Coaching

Interkulturelles Coaching bezeichnet eine Weiterbildungsmaßnahme für Mitarbeiter während (der Anfangsphase) einer (—>) Auslandsentsendung oder einer weiteren Tätigkeit in einem internationalen Arbeitsfeld. Dem Mitarbeiter wird ein „Kulturcoach“ zur Seite gestellt, der in kritischen Situationen unterstützen soll. Der Coach gibt selbst keine Handlungsempfehlungen, sondern vermittelt Denkanstöße und fördert die Perspektivenvielfalt im Umgang mit kulturellen Überschneidungssituationen. (vgl. Kapitel von Kühlmann)

Interkulturelles Training

Interkulturelles Training ist eine Sammelbezeichnung für Weiterbildungsmaßnahmen, die Mitarbeiter auf den Einsatz in einem internationalen Tätigkeitsfeld vorbereiten sollen. Wichtige Lernziele sind die Sensibilisierung für den Einfluss der Landeskultur auf das Handeln, das Kennen- und Verstehen-Lernen unterschiedlicher Kulturen mit ihren jeweils besonderen Grundannahmen, Normen und Wertvorstellung sowie der Erwerb von Vorgehensweisen zum angemessenen und wirkungsvollen Umgang mit Partnern anderer kultureller Prägung. Um diese Ziele zu erreichen, kommen unterschiedliche Methoden der Wissensvermittlung, Erfahrungsbildung und des Aufbaus von Verhaltensfertigkeiten zur Anwendung (z.B. Rollenspiele, Fallstudien, Simulationen des Lebens in einer fiktiven Kultur, programmierte Unterweisung). (vgl. Kapitel von Kühlmann)

Interventionen

Gesundheitsbezogene Interventionen in der Arbeitswelt dienen der Förderung von (—>) Ressourcen und der Reduktion von Belastungen. Es lassen sich bedingungs- und personenbezogene Interventionen bzw. verhältnis- oder verhaltensbezogene Interventionen unterscheiden. Interventionen können entweder in Einzelmaßnahmen bestehen oder in umfangreiche Programme (—> Gesundheitsförderung) eingebettet sein. (vgl. Kapitel von Bamberg & Vahle-Hinz)

Intranet

Intranet bezeichnet das firmeninterne Rechner-Netzwerk. (vgl. Kapitel von Moser & Sende)

Intrapreneuring

Intrapreneuring entspricht dem Entrepreneuring (—> Entrepreneurship) innerhalb einer Organisation (intracorporate entrepreneuring). Typischerweise wird dabei, aufbauend auf einer in der Organisation entwickelten Idee (z.B. durch einen Mitarbeiter), eine kleine Unternehmung innerhalb der Organisation (Intraprise) geschaffen. Durch die gezielte Nutzung der Ressourcen des Großunternehmens bestehen insgesamt bessere Bedingungen für den Innovationsprozess als im Falle einer echten Verselbstständigung (Entrepreneuring). (vgl. Kapitel von Guldin & Gelléri)

Intrarollenverhalten

Das Intrarollenverhalten beschreibt Verhalten, das – im Gegensatz zum (—>) Extrarollenverhalten – direkt zur Arbeitstätigkeit gehört und von einem Stelleninhaber zu erwarten ist, vgl. (—>) aufgabenbezogene Leistung. (vgl. Kapitel von Lohaus & Schuler)

ISO 10667-1 und ISO 10667-2

Internationale Normen zur Eignungsbeurteilung und Personalauswahl. Die beiden Normen zum Thema „Assessment Service Delivery: Procedures and methods to assess people in work and organizational settings“ formulieren Qualitätsforderungen (—> Qualität) an Verfahren und Methoden der berufsbezogenen Eignungsbeurteilung von Personen, Gruppen und Organisationen. (vgl. Kapitel von Kersting)

Item

Ein Item ist der Grundbaustein einer wissenschaftlichen Studie: Es besteht aus einer Frage (d.h. einer fokussierten Suche nach Information) zusammen mit einer mehr oder weniger eingeschränkten Menge von Aussagen, die als relevante Antworten auf die Frage akzeptiert werden (oft einfach eine Skala von Antwortkategorien wie bei —> Likert-Items). (vgl. Kapitel von Borg)

 

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