Lehrbuch der Personalpsychologie

Glossar


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Partizipation

Die Partizipation ist ein Instrument der (—>) Führung, bei dem man Mitarbeiter an Entscheidungen beteiligt. Die Partizipation kann auch zur (—>) Personalentwicklung eingesetzt werden, beispielsweise um Nachwuchsführungskräfte auf ihre zukünftigen Aufgaben vorzubereiten. Zudem wird Partizipation bei Veränderungsprozessen in Organisationen eingesetzt. Indem man es von Veränderungen Betroffenen ermöglicht, ihre Ideen und Perspektiven in den Wandel einzubringen, kann die Akzeptanz für das Neue gefördert und die Qualität von umgesetzten Lösungen verbessert werden. Beteiligung lässt sich z.B. erreichen, wenn Personen in Projekten mitarbeiten oder in Entscheidungsgremien eingebunden werden. (vgl. Kapitel von Kanning)

Person-Environment-Fit-Modell

Nach dem Person-Environment-Fit-Modell können Befindensbeeinträchtigungen durch Diskrepanzen zwischen Merkmalen der Person und Merkmalen der Situation entstehen. Eine Diskrepanz kann zwischen den Anforderungen, die mit der Arbeitstätigkeit verbunden sind, und den Fähigkeiten und Fertigkeiten einer Person, sowie zwischen den Möglichkeiten, die die Arbeit bietet, und den Wünschen und Bedürfnissen der Person bestehen. (vgl. Kapitel von Bamberg & Vahle-Hinz)

Personalakten

Die Gesamtheit der beim Arbeitgeber im Zuge des Arbeitsverhältnisses vorhandenen Daten über den Arbeitnehmer bezeichnet man als Personalakten. Dabei ist unerheblich, ob es sich um Papierakten oder um Daten in Datenbanken handelt. Personalakten unterliegen der besonderen Geheimhaltung. (vgl. Kapitel von Püttner)

Personalentwicklung

Personalentwicklung dient als Oberbegriff für unterschiedlichste Methoden, mit deren Hilfe das Qualifikationsniveau der Mitarbeiter an die Anforderungen der Arbeitplätze angepasst wird. Klassische Methoden sind z.B. (—>) Behavior Modeling oder (—>) Coaching. (vgl. Kapitel von Kanning)

Personalmanagement

Das Personalmanagement sichert die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens in Bezug auf die Ressource Mitarbeiter. Hierzu zählt neben der strategischen Personalplanung auch die Auswahl und Entwicklung der Mitarbeiter. (vgl. Kapitel von Kanning)

Personalmarketing

Personalmarketing bezeichnet alle Maßnahmen, die zum Ziel haben, Austauschprozesse in internen und externen Arbeitsmärkten herbeizuführen, zu erleichtern und zu erhalten. Als Beispiel für externes Personalmarketing lässt sich die Präsenz auf Jobmessen oder das Hochschul-Recruiting anführen. Internes Personalmarketing kann z.B. soziale Leistungen des Unternehmens oder Weiterbildungsangebote umfassen. (vgl. Kapitel von Moser & Sende)

Persönlichkeit

Konstrukt in der Psychologie, wodurch die Unterschiedlichkeit des aktuelle Denkens, Erlebens, Verhaltens und der Leistung von Personen beschrieben, auf grundlegende stabile individuelle Dispositionen in Abgrenzung von biologischen und/oder situativen Bedingungen sowie sozialen Interaktionen zurückgeführt werden und künftiges Denken, Erleben, Verhalten und Leistungen vorhergesagt werden sollen. (vgl. Kapitel von Blickle)

Planning Fallacy

Mit dem Ausdruck „Planning Fallacy“ wird die Unterschätzung der Dauer von Aufgaben beschrieben. (vgl. Kapitel von König & Kleinmann)

Politik in Organisationen

Alle Handlungen und Einflussversuche im Kontext einer Organisation, die darauf ausgerichtet sind, die eigenen Interessen zu fördern oder zu schützen. Politische Einflussversuche finden oft im Verborgenen statt, oder sie werden durch taktisches Kommunizieren – vage Formulierungen, Auslassen und Verschweigen, Beschönigen – verschleiert. Denn nachteilig Betroffene sollen keine Kenntnis davon erhalten, was durch kleine Weichenstellungen und Absprachen auf der Hinterbühne eingefädelt oder entschieden wurde. Ziel ist es, Widerstand und offene Konflikte zu vermeiden. Um diesen Aspekt zu betonen, wird gelegentlich von Mikropolitik gesprochen. (vgl. Kapitel von Neuberger, 1995, Blickle & Solga)

Politische Fertigkeiten

Eine Konkretisierung des Begriffs (—>) Einflusskompetenz, die sich am Political Skill Inventar von Ferris und Kollegen (2005, 2007) orientiert. Umfasst vier Aspekte: a. die Fähigkeit, Denken, Fühlen und Verhalten anderer zu verstehen, b. die Fähigkeit, wirkungsvoll zu kommunizieren, c. Aufbau und Pflege von Beziehungen und Netzwerken, d. Sorge um Authentizität mit dem Ziel, Vertrauen zu erwerben. (vgl. Kapitel von Blickle & Solga)

Potenzialanalyse

Mit Hilfe einer Potenzialanalyse identifiziert man Stärken und Schwächen der Mitarbeiter, um auf der Basis der gewonnenen Erkenntnisse individuell gezielte Personalentwicklungsmaßnahmen ableiten zu können. Aufwändige Potenzialanalysen haben den Charakter von (—>) Assessment Centern. (vgl. Kapitel von Kanning & Schuler)

Pre-Training-Intervention

Bei der Pre-Training-Intervention versorgt man die Teilnehmer einer Personalentwicklungsmaßnahme im Vorfeld mit Informationen zur Vorbereitung (z.B. Informationen über Lernstrategien). Hierdurch lässt sich der Lerngewinn einer Maßnahme steigern. (vgl. Kapitel von Kanning)

Programm-Management

Hierbei handelt es sich um eine Form des Multi-Projekt-Managements. Komplexe Veränderungen vollziehen sich häufig in Form einer Vielzahl von einzelnen Projekten, deren Abhängigkeiten und Wechselbeziehungen durch ein Programm-Management gesteuert werden sollten. (vgl. Kapitel von Stegmaier)

Projekt-Coaching

Coaching-Variante, bei der ein Projekt-Team gecoacht wird. Das Projekt-Team besteht dabei i.d.R. aus Personen mehrerer Abteilungen und Hierarchieebenen, die zeitlich begrenzt und nur für eine spezielle Aufgabe stark leistungs- und zielorientiert zusammenarbeiten. Projekt-Coaching ist eine Unterform des Team-Coachings. (vgl. Kapitel von Rauen & Eversmann)

Projektgruppen

Die Zielsetzung von Projektgruppen ist es, einen einmaligen, abgrenzbaren und zumeist komplexen und neuartigen Arbeitsauftrag zu erfüllen (DIN 69901). (vgl. Kapitel von Wegge)

Prosoziale Persönlichkeit

Spezifisches Persönlichkeitskonstrukt, das die dispositionelle Neigung zur Sorge um das Wohlergehen anderer sowie zur Berücksichtigung ihrer Interessen und zur Durchführung von Handlungen in ihrem Sinn erfasst. (vgl. Kapitel von Muck & Wesche)

Psychische Beanspruchung

die unmittelbare (nicht die langfristige) Auswirkung der (—>) psychischen Belastung im Individuum in Abhängigkeit von seinen jeweiligen überdauernden und augenblicklichen Voraussetzungen, einschließlich der individuellen Bewältigungsstrategien. (vgl. Kapitel von Bamberg & Vahle-Hinz)

Psychische Belastungen

die Gesamtheit aller erfassbaren Einflüsse, die von außen auf den Menschen zukommen und psychisch auf ihn einwirken. (vgl. Kapitel von Bamberg & Vahle-Hinz)

Psycholexikalischer Traitansatz

Richtung in der Persönlichkeitspsychologie, wonach sich alle für die soziale Interaktion wichtigen Unterschiede zwischen Personen auch in der Alltagssprache niederschlagen. Um diese Unterschiede zwischen Personen (Traits) zu kennzeichnen, wird das Lexikon der Eigenschaftswörter der lebenden Sprachen analysiert. Auf dem psycholexikalischen Ansatz beruhen das Fünf-Faktoren Modell, das HEXACO-Modell der Persönlichkeit sowie die Sozioanalytische Persönlichkeitstheorie. (vgl. Kapitel von Blickle)

 

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