Lehrbuch der Personalpsychologie

Glossar


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Scorecard

Eine Anzeigetafel, die angibt, wie „das Spiel“ steht. Bekanntestes Beispiel ist die Balanced Scorecard, die den Zustand eines Unternehmens auf vier Messfeldern (Finanzen, Kunden, Effizienz, Innovation) misst. (vgl. Kapitel von Borg)

Selbst-Coaching

Beratung ohne Hilfe von außen. Selbst-Coaching dient der selbstgesteuerten Kompetenzverbesserung durch entsprechende Lernmethoden. Die Fähigkeit zum Selbst-Coaching wird als Ergebnis eines Coachings und als Voraussetzung, um selbst zu coachen, angesehen. (vgl. Kapitel von Rauen & Eversmann)

Selbstführung

Ergänzung der behavioralen Tradition des Selbstmanagements (Selbstbeobachtung, Selbstverstärkung etc.) durch Strategien zum Einsatz natürlicher Belohnung oder Strategien zur Veränderung von typischen Gedankenmustern. (vgl. Kapitel von König & Kleinmann)

Selbstkonzepttheorie

Nach der Selbstkonzepttheorie von Super (1957) liegt der Berufswahl das Ziel zugrunde, das berufliche Selbstkonzept in einem angemessenen Beruf zu verwirklichen. (vgl. Kapitel von Moser, Soucek & Hassel)

Selbstmanagement

Selbstmanagement beinhaltet alle Bemühungen einer Person, das eigene Verhalten zielgerichtet zu beeinflussen. (vgl. Kapitel von König & Kleinmann)

Selbstregulation

Selbstregulation bezeichnet diejenigen bewussten und unbewussten psychischen Vorgänge, mit denen Menschen ihre Aufmerksamkeit, ihre Emotionen und ihre Handlungen steuern. Selbstregulation umfasst die Fähigkeiten, Absichten durch zielgerichtetes Handeln zu verwirklichen und kurzfristige Wünsche längerfristigen Zielen unterzuordnen (auch als Selbstdisziplin bzw. Selbstmanagement bezeichnet). (vgl. Kapitel von Nerdinger)

Selbstselektionseffekt

Unter Selbstselektion versteht man, dass potenzielle Bewerberinnen und Bewerber sich nicht auf eine Anzeige hin bewerben oder erfolgreiche Bewerberinnen und Bewerber ein Stellenangebot nicht annehmen, da sie beispielsweise Merkmale des Arbeitsplatzes oder ihre eigene Eignung reflektiert haben. (vgl. Kapitel von Moser & Sende)

Selbstwert

Selbstwert bezieht sich auf die positive Haltung gegenüber der eigenen Person. Der Selbstwert hat direkte Bezüge zu Gesundheit sowie moderierende Effekte. (vgl. Kapitel von Bamberg & Vahle-Hinz)

Selbstwirksamkeit

Überzeugung, dass spezifische Handlungen geeignet sind, ein Ziel zu erreichen, und dass diese Handlungen auch ausgeführt werden können (Konsequenz- und Kompetenzerwartung). Die Selbstwirksamkeit hat direkte Bezüge zu Gesundheit sowie moderierende Effekte. (vgl. Kapitel von Bamberg & Vahle-Hinz)

Selektionshypothese

Die Selektionshypothese besagt, dass die Merkmale einer Person die Auswahl des Berufes, der Arbeitstätigkeit und der Organisation sowie den Verbleib in diesen erklären. (vgl. Kapitel von Moser, Soucek & Hassel)

Sensitivity-Training

Vergleichbar zu (—>) Outdoor-Trainings setzen auch Sensitivity-Trainings auf besondere Erlebnisse jenseits der Berufsrealität, um Mitarbeiter zur Persönlichkeitsentwicklung anzuregen. Hierzu begibt man sich allerdings nicht in die freie Natur, sondern setzt auf das Beobachten von Verhaltensweisen in unstrukturierten, gruppendynamischen Situationen. Der Nutzen von Sensitivity-Trainings zum Zwecke der (—>) Personalentwicklung ist nicht belegt. (vgl. Kapitel von Kanning)

Sequenzielle Personalentscheidungen

Entscheidungen der Zuordnung von Personen und Arbeitsplätzen, die – v.a. aus pragmatischen Gründen – schrittweise getroffen werden, wobei gewöhnlich weniger aufwendige oder allgemeinere Diagnoseverfahren an den Anfang, aufwendigere und spezifischere Verfahren an den Schluss der Sequenz gesetzt werden. (vgl. Kapitel von Görlich & Schuler)

Simulationsansatz der Eignungsdiagnostik

Zielsetzung des Simulationsansatzes der Eignungsdiagnostik ist die Erfassung solchen Verhaltens, das in ähnlicher Form am Arbeitsplatz gefordert wird. Typische Erhebungsform ist die Arbeitsprobe. Das zugehörige Validitätsprinzip ist das der Inhalts- oder Kontentvalidität. (vgl. Kapitel von Schuler, Höft & Hell)

Simulationsorientierte Verfahren der Personalauswahl

Simulationsorientierte Verfahren der Personalauswahl konfrontieren Bewerber mit Aufgaben des Arbeitsalltags, die anschließend gelöst werden müssen. Die Verfahren unterscheiden sich dahingehend, inwieweit sie ein lebensnahes bzw. abstraktes Abbild der Realität ermöglichen. Die (—>) Arbeitsprobe ist ein Beispiel für eine sehr lebensnahe, das (—>) Situative Interview ein Beispiel für eine eher abstrakte Simulation. (vgl. Kapitel von Kanning & Schuler)

Single Item

Von einem Single Item spricht man dann, wenn ein bestimmtes Merkmal (z.B. Arbeitszufriedenheit) mit nur einem einzigen Item (nicht mit einer Batterie von Items) gemessen wird. (vgl. Kapitel von Borg)

Situational Judgment Test

Situational Judgment Tests (SJT) gehören zu den (—>) Simulationsorientierten Verfahren der Personalauswahl. Den Bewerber werden in schriftlicher oder filmischer Form Situationen aus dem Berufsalltag sowie jeweils mehrere spezifische Verhaltensalternativen dargeboten, die von den Bewerbern zu bewerten sind. Die Bewerber sollen entweder angeben, inwieweit die Verhaltensalternativen prinzipiell geeignet sind, die Aufgaben zu bewältigen, oder ankreuzen, welches Verhalten sie selbst präferieren. (vgl. Kapitel von Kanning & Schuler)

Situatives Interview

Situative Interviews gehören zu den (—>) Simulationsorientierten Verfahren der Personalauswahl bzw. zu den (—>) strukturierten Einstellungsinterviews. Dem Bewerber werden Situationen geschildert, wobei er jeweils angeben soll, wie er sich in einer solchen Situation verhalten würde. (vgl. Kapitel von Kanning & Schuler)

Situierte Trainings

Bei situierten Trainings versucht man, die reale Berufssituation in einer Maßnahme zur (—>) Personalentwicklung in der Trainingssituation in wichtigen Punkten zur simulieren. Hierdurch fällt den Teilnehmern der (—>) Transfer leichter. (vgl. Kapitel von Kanning)

Soziale Fertigkeiten

Erlernbare und deswegen auch lehr- und trainierbare Kompetenzen in der Kommunikation und Interaktion mit anderen, die es der betreffenden Person ermöglichen, ihre sozialen Ziele in akzeptierter Weise effektiv und effizient zu erreichen. Dazu gehören u.a. Networking, Impression Management, Rollenflexibilität sowie das korrekte Erkennen von Emotionen anderer aus Gesichtern und Stimmen. (vgl. Kapitel von Blickle)

Soziale Netzwerk-Seiten (Social Media)

Soziale Netzwerk-Seiten sind Internetseiten wie z.B. Facebook, mittels welcher Menschen Kontakte knüpfen und pflegen können. (vgl. Kapitel von Moser & Sende)

 

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