Lehrbuch der Personalpsychologie

Glossar


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Tarifvertrag

In Tarifverträgen werden branchenbezogen zwischen Arbeitgebern/Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften standardisierte (Mindest-)Arbeitsbedingungen für die tarifgebundenen Arbeitnehmer festgelegt. (vgl. Kapitel von Püttner)

Taylor-Russell-Modell

Frühes Modell der Nutzenanalyse, in dem die Erfolgswahrscheinlichkeit von Personalentscheidungen aufgrund der drei Parameter Validität des Auswahlverfahrens, Grundquote (Erfolgswahrscheinlichkeit ohne Selektion) und Selektionsquote ermittelt wird. (vgl. Kapitel von Görlich & Schuler)

Team-Coaching

Coaching-Variante, bei der eine im beruflichen Funktionszusammenhang stehende Personengruppe in ihrem organisationalen Umfeld gecoacht wird. Ziel ist die effektive Teamentwicklung und Verbesserung von Kommunikation, Motivation und Kooperation. Team-Coaching ist eine Unterform des Gruppen-Coachings und wird oft durch Einzel-Coaching für die Team-Mitglieder ergänzt. (vgl. Kapitel von Rauen & Eversmann)

Teilautonome Arbeitsgruppen

Teilautonome (—>) Gruppenarbeit ist durch die weitgehend eigenverantwortliche, gemeinsame Erledigung ganzheitlich gestalteter Arbeitsaufgaben gekennzeichnet. Dies fordert die Eigenaktivitäten der Beschäftigten, die schon erworbenen Kompetenzen bleiben erhalten, Lernen bei der Arbeit wird unterstützt, selbständige Zielsetzungen werden angeregt und das Auftreten befriedigender sozialer Kontakte und Anerkennung gefördert. (vgl. Kapitel von Wegge)

Tele-Coaching

Coaching via Telefon, Fax und Internetdiensten (hauptsächlich E-Mail, Diskussionsforum und Chat). Während die Nutzung dieser Medien zunächst nur als Ergänzung zum persönlichen Beratungsgespräch diente, bieten mittlerweile einige Berater entsprechende Dienstleistungen nur auf diesen Wegen an. (vgl. Kapitel von Rauen & Eversmann)

Test

Ein psychologischer Test ist ein standardisiertes diagnostisches Verfahren zur Messung von Fähigkeiten und Persönlichkeitsmerkmalen, das Schlüsse auf individuelle Eigenschaftsausprägungen sowie auf Verhalten und Erleben in anderen Situationen ermöglicht. (vgl. Kapitel von Schuler, Höft & Hell)

Testbeurteilungssystem TBS-TK

Das Testbeurteilungssystem des Diagnostik- und Testkuratoriums der Föderation Deutscher Psychologenvereinigungen (TBS-TK) dient Testautoren, Verlagen, Testanbietern sowie -anwendern zur Qualitätssicherung von Tests. Es informiert darüber, welche Informationen zu einem Test vorliegen müssen und wie die Qualität eines Tests bewertet werden kann. Für ausgewählte Tests liegen Beurteilungen vor (siehe www.zpid.de/Testkuratorium). (vgl. Kapitel von Kersting)

Transaktionale Führung

Führungsstil, der auf die Erreichung eines hohen Leistungsniveaus durch einen klar und verlässlich formulierten Austausch (Transaktion) von Leistung gegen Belohnung ausgerichtet ist. Unterstützendes und korrigierendes Eingreifen der Führungskraft wird in der Regel auf Situationen beschränkt, in denen die Zielerreichung gefährdet erscheint. (vgl. Kapitel von von Rosenstiel & Kaschube)

Transaktionaler Wandel

Transaktionaler Wandel führt zu schrittweisen und kleineren Veränderungen, ohne dass das bestehende System an sich in Frage gestellt wird. (vgl. Kapitel von Stegmaier)

Transfer

Von einem (positiven) Transfer spricht man, wenn Inhalte aus Personalentwicklungsmaßnahmen von den Mitarbeitern im Arbeitsalltag zum Einsatz gebracht werden. Der Transfer stellt die zentrale Schwäche der meisten Personalentwicklungsmaßnahmen dar: Die Mitarbeiter lernen zwar in einem Training etwas, nutzen die Inhalte aber kaum im Alltag. (vgl. Kapitel von Kanning)

Transformationale Führung

Führungsstil, der auf die Wandlung (Transformation) der Geführten durch die Einflussnahme der Führungskraft ausgerichtet ist. Ausgezeichnetes Leistungsniveau und Weiterentwicklung der Geführten sollen seitens der Führungskraft durch die Vermittlung von Visionen sowie durch besondere Formen der Ansprache (inspirierende Motivierung, intellektuelle Stimulierung, individuelle Behandlung) erreicht werden. (vgl. Kapitel von von Rosenstiel & Kaschube)

Transformationaler Wandel

Hierbei wird ein soziales System grundlegend und radikal verändert. Dieser Wandel betrifft meist Mission, Strategie, Kultur und Führung einer Organisation. (vgl. Kapitel von Stegmaier)

Trimodaler Ansatz der Personalpsychologie

Unterscheidung der drei Betrachtungs-, Erfassungs- und Interventionsebenen Aufgaben/Ergebnisse, Verhalten und Eigenschaften in den personalpsychologischen Tätigkeitsfeldern Anforderungsanalyse, Eignungsdiagnose, Leistungsbeurteilung und Personalentwicklung. Es ist belegbar, dass eine multimodale oder multimethodale Vorgehensweise bei Einhaltung des „Symmetriegebots“ vorteilhaft ist, beispielsweise in Form von Validitätsgewinn bei der Personalauswahl. (vgl. Kapitel von Schuler, Höft & Hell)

Tutorielle Lernprogramme

Tutorielle Lernprogramme ermöglichen den Mitarbeitern, sich ohne Dozenten neues Fachwissen per Computer anzueignen. Der Computer misst hierzu den Lernstand des Einzelnen und versorgt ihn mit den Lerninhalten, die individuell seinem Wissensniveau entsprechen. (vgl. Kapitel von Kanning)

Typ A

Verhaltensmuster und Einstellungen, die sich durch Wettbewerbsorientierung, Ungeduld, Feindseligkeit und Ärger charakterisieren lassen. Typ-A-Verhalten gilt als Risikofaktor für koronare Herzkrankheiten und wird in der Stressforschung als Risikofaktor untersucht. (vgl. Kapitel von Bamberg & Vahle-Hinz)

 

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