Lehrbuch der Personalpsychologie

Lernquiz — V. Interaktion



Hinweis:

Lernquiz für Kapitel 22 bis Kapitel 25


Lernquiz – Kapitel 22


1. Ein Vorteil des Citizenship performance-Konzepts liegt darin, dass…
[1]  seine dreidimensionale Struktur empirisch gestützt wurde.
[2]  es die Unterscheidung zwischen OCB-I und OCB-O als nicht haltbar deklariert.
[3]  das zuvor vernachlässigte konstruktiv-kritische freiwillige Arbeitsengagement integriert wird.
[4]  es auf einer umfassenden Expertenbefragung beruht.

2. Citizenship performance beinhaltet in der Dimension organizational support folgende Unterdimensionen:
[1]  compliance.
[2]  job dedication.
[3]  loyalty.
[4]  initiative.

3. Affiliatives freiwilliges Arbeitsengagement…
[1]  hat zum Ziel, eine Bindung zu demjenigen aufzubauen, dem man hilft.
[2]  unterscheidet sich von konstruktiv-kritischem freiwilligem Arbeitsengagement dadurch, dass es nicht kontraproduktiv ist.
[3]  unterstützt das reibungslose Funktionieren und somit den Status quo in einer Organisation.
[4]  wird vor allen Dingen von Personen mit hohen Ausprägungen in Verträglichkeit und Extraversion gezeigt.

4. Whistle-blowing…
[1]  lässt sich empirisch als Faktor kontraproduktiven Arbeitsverhaltens identifizieren.
[2]  wird dem Konstruktbereich konstruktiv-kritischen freiwilligen Arbeitsengagements zugerechnet.
[3]  ist langfristig mit negativen Konsequenzen für die Organisation verknüpft.
[4]  wird von Führungskräften gerne gesehen.

5. Persönlichkeitseigenschaften…
[1]  müssen nicht unbedingt spezifisch sein, wenn man freiwilliges Arbeitsengagement prognostizieren will.
[2]  zeigen sich gerade bei der Vorhersage von konstruktiv-kritischem im Vergleich zu affiliativem freiwilligem Arbeitsengagement als maßgeblich.
[3]  sind die maßgeblichen Prädiktoren aufgabenbezogener Leistung.
[4]  sollten gemäß modelltheoretischen Vorstellungen eher freiwilliges Arbeitsengagement als aufgabenbezogene Leistung vorhersagen.

6. Freiwilliges Arbeitsengagement und kontraproduktives Arbeitsverhalten…
[1]  beinhalten beide interpersonale und nicht-interpersonale Verhaltensweisen.
[2]  können beide von einer Person gezeigt werden.
[3]  werden am besten jeweils mit antithetischen Items gemessen.
[4]  weisen gegensätzliche Beziehungen zu anderen Konstrukten (wie z.B. Arbeitszufriedenheit) auf.

7. Einstellungs- und eigenschaftsorientierte Integrity Tests…
[1]  unterscheiden sich hinsichtlich ihrer kriteriumsbezogenen Validität in Abhängigkeit vom Kriterium.
[2]  wurden vor allen Dingen deshalb entwickelt, um Diebstahl in Organisationen vorherzusagen.
[3]  zielten zu Beginn ihrer Entwicklung auf die Erfassung eines homogenen Konstrukts ab.
[4]  repräsentieren unterschiedliche Konstrukte.

8. Im Rahmen einer umfassenden Taxonomie kontraproduktiven Arbeitsverhaltens sind folgende Kategorien enthalten:
[1]  Neigung zu Unfällen und Akkordbrechen
[2]  Psychische und physische Krankheiten
[3]  Alkohol- und Drogenkonsum
[4]  Missbrauch von Information, Zeit und Ressourcen

9. Input-Prozess-Output-Modelle der Gruppenleistung…
[1]  sollten um Persönlichkeitseigenschaften als Inputfaktor ergänzt werden.
[2]  bevorzugen ein supplementäres im Unterschied zu einem komplementären Modell hinsichtlich der Variabilität der Persönlichkeitseigenschaften der Gruppenmitglieder.
[3]  erlauben eine Einordnung der Bedeutung von Persönlichkeitseigenschaften von Gruppenmitgliedern in einen größeren Kontext.
[4]  weisen empirisch den Wert von Persönlichkeitseigenschaften nach.

10. Über die eigene Rollenbeschreibung hinausgehende Leistungen für das Team im Rahmen der gemeinsamen Teamarbeit…
[1]  stören die koordinierten Tätigkeitsabläufe im Team.
[2]  verhindern kontraproduktives Verhalten von Teammitgliedern.
[3]  zeigen sich vor allem darin, dass man seine eigenen Aufgaben erledigt.
[4]  verlieren den Status der Freiwilligkeit, wenn sie vom Team eingefordert werden.


Lösungen zum Lernquiz – Kapitel 22


Frage 1:

Richtige Antwort [1] und [4].

Frage 2:
Richtige Antwort [1] und [3].

Frage 3:
Richtige Antwort [3].

Frage 4:
Richtige Antwort [2].

Frage 5:

Richtige Antwort [1] und [4].

Frage 6:
Richtige Antwort [1], [2] und [4].

Frage 7:
Richtige Antwort [1] und [4].

Frage 8:
Richtige Antwort [3] und [4].

Frage 9:
Richtige Antwort [3].

Frage 10:
Richtige Antwort [4].



Lernquiz – Kapitel 23


1. Welche Form der Gruppenarbeit ist aus arbeits- und organisationspsychologischer Sicht besonders empfehlenswert?
[1]  das ist allgemein nicht zu beantworten – es kommt auf die Ziele der Organisation an
[2]  Qualitätszirkel, und zwar besonders in privatwirtschaftlichen Organisationen
[3]  teilautonome Gruppenarbeit
[4]  teilautonome Gruppenarbeit, die partizipativ eingeführt wird

2. Wie stark ist die Autonomie bei der Arbeit mit dem Auftreten von Burnout korreliert?
[1]  gar nicht
[2]  etwa -.30.
[3]  etwa +.30

3. Warum sollte man auch Faultlines in Teams beachten?
[1]  weil diese etwas anderes messen als klassische Diversitätsindikatoren
[2]  weil Diversität immer mit Blick auf mehrere Attribute bestehen kann
[3]  weil Faultlines genauer messen als klassische Diversitätsindikatoren

4. Wann sind Gruppen besonders erfolgreich?
[1]  wenn Personen mit geringer und hoher Intelligenz zusammen arbeiten
[2]  bei durchschnittlich hoher Intelligenz
[3]  bei hoher Varianz in der Intelligenz

5. Wann ist altersgemischte Teamarbeit in Organisationen zu empfehlen?
[1]  bei hoher Aufgabeninterdependenz
[2]  bei komplexen Aufgaben ohne Zeitdruck
[3]  bei hoher Salienz von Altersunterschieden

6. Welche Personen steigern ihre Leistungen beim Aufschaukeleffekt (Köhlereffekt)?
[1]  die besonders Leistungsstarken
[2]  Frauen mehr als Männer
[3]  die etwas schlechteren Gruppenmitglieder

7. Was sollte man tun, um möglichst viele Motivationsgewinne im Team zu fördern?
[1]  den Wettbewerb zwischen Gruppen fördern
[2]  Dyaden nach dem Krfäfteverhältnis 3 zu 4 zusammen arbeiten lassen
[3]  das Wir-Gefühl steigern
[4]  das Wir-Gefühl und schwierige Ziele anregen

8. Wann ist es wahrscheinlich, dass Gruppenmitglieder sich für eine schlecht funktionierende Gruppe aufopfern?
[1]  bei hohem Wir-Gefühl
[2]  wenn ein Gruppenmitglied schlecht ist
[3]  wenn man die Gruppe nicht verlassen kann
[4]  wenn die Person altruistische Werte hat

9. Wann verlieren schwierige, spezifische Gruppenziele ihre leistungsförderliche Wirkung, wenn sie wiederholt benutzt werden?
[1]  wenn sie direktiv vorgegeben werden
[2]  wenn sie deutlich schwieriger werden
[3]  wenn sie partizipativ vereinbart werden

10. Wann ist der Einsatz des Managementsystems PPM besonders erfolgversprechend?
[1]  bei stabilen Gruppen mit geringen Handlungsspielräumen
[2]  bei Unternehmen mit eher wenig Autonomie und geringer Interdependenz der Gruppen
[3]  in Umbruchsituationen
[4]  bei Einhaltung des PPM-Grundmodells


Lösungen zum Lernquiz – Kapitel 23


Frage 1:

Richtige Antwort [4].

Frage 2:
Richtige Antwort [2].

Frage 3:
Richtige Antwort [1] und [2].

Frage 4:
Richtige Antwort [2].

Frage 5:

Richtige Antwort [2].

Frage 6:
Richtige Antwort [3].

Frage 7:
Richtige Antwort [1], [2] und [4].

Frage 8:
Richtige Antwort [1], [3] und [4].

Frage 9:
Richtige Antwort [1].

Frage 10:
Richtige Antwort [2] und [4].



Lernquiz – Kapitel 24


1. Wie wird in diesem Kapitel Einflusskompetenz definiert? Einflusskompetenz als …

[1]  Handlungsregulationskompetenz.
[2]  soziale Handlungsregulationskompetenz.
[3] Handlungsregulationskompetenz in der Arbeitswelt.
[4]  Persönlichkeitsmerkmal.

2. Politische Fertigkeiten sind
[1]  Facetten der sog.  emotionalen Intelligenz.
[2]  Facetten von Self-Monitoring.
[3]  Facetten der sozialen Intelligenz.
[4]  Facetten der sozialen Kompetenz am Arbeitsplatz.

3. Politische Fertigkeiten haben inkrementelle Validität bezüglich Leistungsbeurteilungen
[1]  über Allgemeine Intelligenz hinaus.
[2]  über Persönlichkeitsmerkmale hinaus.
[3]  über Self-Monitoring hinaus.
[4]  über sog. emotionale Intelligenz hinaus.

4. Was ist negative Interdependenz im Sinne der sozialen Interdependenztheorie von Deutsch?
[1] Die Ziele zweier Parteien sind antagonistisch.
[2] Wenn Partei A verliert, so verliert auch Partei B.
[3] Die Aufgaben zweier Parteien sind eng miteinander verwoben.
[4] Wenn Partei A verliert, gewinnt Partei B.

5. Welche Verhaltensweisen sind Gegenstand der Konfliktmanagementstrategie Problemlösen?
[1] Für jeden Konfliktgegenstand mehrere Lösungsstrategien entwickeln.
[2] Nach den Bedürfnissen und Interessen der Gegenseite fragen.
[3] Einzelne Konfliktgegenstände stets getrennt voneinander behandeln.
[4] Schrittweise die eigenen Forderungen reduzieren und an den Kontrahenten appellieren, dasselbe zu tun.

6.Welche der folgenden Bedingungen können im Sinne des Dual Concern-Modells zu hohem Fremdinteresse führen?
[1] Die Parteien werden auch zukünftig miteinander kooperieren müssen.
[2] In Bezug auf den fraglichen Konfliktgegenstand ist das eigene Interesse nur schwach ausgeprägt.
[3] Die Gegenseite hat mächtige Verbündete.
[4] Die fragliche Partei hat positive Erfahrungen mit der Problemlösestrategie gemacht.

7. Wie lässt sich die Forschung zu den Folgen sozialer Konflikte in Arbeitsgruppen zusammenfassen?
[1] Aufgabenkonflikte vermindern die Zufriedenheit, wirken sich aber positiv auf die Leistung von Arbeitsgruppen aus.
[2] Im Vergleich mit Aufgabenkonflikten führen Beziehungskonflikte zu einer stärkeren Verminderung der Zufriedenheit.
[3] Aufgabenkonflikte führen ebenso wie Beziehungskonflikte zu einer Verminderung von Leistung.
[4] Beziehungskonflikte vermindern zwar die Zufriedenheit, haben aber keinerlei Einfluss auf die Leistung von Arbeitsgruppen.

8. Mikropolitik wird in diesem Kapitel verstanden als
[1] illegitime Versuche der Selbstbegünstigung in Organisationen.
[2] organisationsschädliche Aktivitäten.
[3]  formell nicht zugelassene Aktivitäten in Organisationen mit eigennützigem Charakter.
[4] individuelles Machtstreben in Organisationen

9. Wer an seinem Arbeitsplatz viel Mikropolitik erlebt, neigt selbst dazu, kontraproduktive Verhaltensweisen einzusetzen
[1] nein
[2] ja


Lösungen zum Lernquiz – Kapitel 24


Frage 1:

Richtige Antwort [3].

Frage 2:
Richtige Antwort [4].

Frage 3:
Richtige Antwort [1], [2], [3] und [4].

Frage 4:
Richtige Antwort [1] und [4].

Frage 5:

Richtige Antwort [1] und [2].

Frage 6:
Richtige Antwort [1] und [3].

Frage 7:
Richtige Antwort [2] und [3].

Frage 8:
Richtige Antwort [3].

Frage 9:
Richtige Antwort [1].



Lernquiz – Kapitel 25


1. Welche Aussage ist nach der Norm EN ISO 10075 hinsichtlich der Unterscheidung in Belastungen und Beanspruchungen richtig?
[1]  Es besteht kein Unterschied zwischen Belastungen und Beanspruchung.
[2]  Das Modell erklärt, warum einige Menschen stärker von Belastungen beansprucht werden als andere.
[3]  Beanspruchung erfolgt auch in Abhängigkeit von den individuellen Bewältigungsstrategien.
[4]  Beanspruchungen sind die Gesamtheit aller erfassbaren Einflüsse, die von außen auf den Menschen zukommen und psychisch auf ihn einwirken.

2. Können Stressoren auch positive Wirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden haben?
[1]  Nein, Stressoren haben ausschließlich negative Wirkungen.
[2]  Ja, wenn Ressourcen vorhanden sind.
[3]  Ja, wenn es sich um hindrance-Stressoren handelt.
[4]  Ja, wenn es sich um challenge-Stressoren handelt.

3. Was wird im transaktionalen Stressmodell besonders betont?
[1]  Belastungen und Beanspruchungen
[2]  Bewertung und Bewältigungsmöglichkeiten
[3]  Bedingungsbezogene Stressoren und Ressourcen
[4]  Erholungsprozesse

4. Ein Patient in einem Krankenhaus ist aufgrund eines komplizierten Beinbruchs ans Bett gefesselt. Als der behandelnde Arzt vorbeikommt, bittet der Patient ihn, das Fenster zu öffnen. Besteht die Möglichkeit, dass dies vom Arzt als illegitime Aufgabe aufgefasst wird?
[1]  Ja, weil der Arzt es aufgrund seiner beruflichen Stellung als unzumutbar empfinden kann.
[2]  Ja, weil der Arzt es als unnötig empfinden kann, dass das Fenster geöffnet wird.
[3]  Nein, weil es ein legitimer Wunsch des Patienten ist.
[4]  Nein, weil es leicht ausführbar ist.

5. Welche Aussage trifft auf das Job-Demand-Resources Modell (Bakker & Demerouti, 2007) zu?
[1]  Es wird ausschließlich die puffernde Wirkung von Ressourcen beschrieben.
[2]  Es wird zwischen Anforderungen, Belastungen und Ressourcen getrennt.
[3]  Ressourcen haben eine eigenständige Wirkung aufgrund internaler und externaler Motivationssteigerung.
[4]  Eine Vielzahl von Interaktionen zwischen Demands und Resources kommt für eine gesundheitliche Wirkung in Frage.

6. Welche der folgenden Aussagen sind richtig?
[1]  Durch die Erwerbstätigkeit entstandene Kosten sind reversibel, wenn keine Belastungen durch die Erwerbsarbeit mehr bestehen.
[2]  Es gilt als bestätigt, dass keine Spillover-Effekte von der Arbeit auf die Freizeit bestehen.
[3]  Das Effort-Recovery- Modell besagt, dass die physiologischen Kosten, die durch die Erwerbsarbeit entstehen, irreversibel sind.
[4]  Im Modell der allostatischen Ladung wird die Bedeutsamkeit von körperlicher Erholung betont.

7. Wobei handelt es sich um eine bedingungsbezogene Intervention?
[1]  Rückenschulung
[2]  Stressmanagement-Training
[3]  Einführung von Gruppenarbeit
[4]  Gesundheitszirkel

8. Die Interaktion zwischen Demand und Control, die im Job-Demand-Control-Modell postuliert ist, konnte empirisch nicht bestätigt werden. Welche Erklärungen sind dafür denkbar?
[1]  Demand und Control sowie die psychischen Beanspruchungen wurden nicht auf der gleichen Ebene erhoben.
[2]  Control ist zu unspezifisch konzeptualisiert.
[3]  Soziale Unterstützung wurde nicht berücksichtigt.
[4]  Erholungsprozesse wurden nicht berücksichtigt.

9. Wodurch sind artifizielle Zusammenhänge zwischen Stressoren und Gesundheit möglich?
[1]  Beide Aspekte werden durch Selbstratings erhoben.
[2]  Beide Aspekte beruhen auf der gleichen Theorie.
[3]  Wenn etwas ein Stressor ist, muss es auch zwangsläufig zu einer Stressreaktion führen.
[4]  Negativer Affekt bewirkt einen artifiziellen Zusammenhang.


Lösungen zum Lernquiz – Kapitel 25


Frage 1:

Richtige Antwort [3].

Frage 2:
Richtige Antwort [4].

Frage 3:
Richtige Antwort [2].

Frage 4:
Richtige Antwort [1].

Frage 5:

Richtige Antwort [3] und [4].

Frage 6:
Richtige Antwort [1] und [4].

Frage 7:
Richtige Antwort [3] und [4].

Frage 8:
Richtige Antwort [1], [2] und [3].

Frage 9:
Richtige Antwort [1] und [4].



 

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