Lehrbuch der Personalpsychologie

Lernquiz – VI. Evaluation



Hinweis:

Lernquiz für Kapitel 26 bis Kapitel 27
Kapitel 28 hat kein Lernquiz, dafür aber Internetergänzungen zum Kapitel 28Initiates file download (PDF-Datei).


Lernquiz – Kapitel 26


1. Was bezeichnet die Validität eines Testverfahrens?
[1]  Messgenauigkeit des Verfahrens
[2]  Unabhängigkeit der Ergebnsse vom Untersuchenden
[3]  Aussagekraft des Testverfahrens bezüglich des zu erfassenden Merkmals
[4]  keine der drei genannten Alternativen

2. Welche der folgenden Techniken werden zur Untersuchung der Konstruktvalidität eines Verfahrens eingesetzt?
[1]  Multitrait-Multimethod-Analyse
[2]  Systemische Referenzanalyse
[3]  Kosten-Nutzen-Analyse
[4]  Nomologische Netzwerkanalyse

3. Im Rahmen eines Workshops, der im Rahmen  einer Erprobung eines berufsbezogenen Leistungstests durchgeführt wird, kritisieren mehrere Fachleute aus dem Berufsfeld, dass die entwickelten Items nur einen kleinen Teilausschnitt der beruflichen Tätigkeit abdecken würden. Welcher Validitätsaspekt wird hier hinterfragt?
[1]  Inhalts- oder Kontentvalidität
[2]  Konstruktvalidität
[3]  Kriteriumsbezogene Validität
[4]  Diskriminante Validität

4. Im Rahmen der Erprobung eines Testverfahrens, zur Vorhersage des Ausbildungserfolgs eingesetzt werden soll, ergibt sich bei einer Piloterprobung nur eine sehr geringe Korrelation zwischen dem Testergebnis und dem Ausbildungserfolg (r = .05). Welche Ursachen könnten hierfür möglicherweise relevant sein?
[1]  Unreliabilität des Prädiktors oder des Kriteriums
[2]  Mangelnde Konstruktvalidität des Prädiktors
[3]  Mangelnde Konstruktvalidität des Kriteriums
[4]  Besonderheiten der Untersuchungsstichprobe

5. Welche der angeführten Korrekturen gehört nicht zu den Artefaktkorrekturen im Rahmen von metaanalytischen Validitätsgeneralisierungen?
[1]  Stichprobenfehlerkorrektur
[2]  Korrektur der Prädiktorunreliabilität
[3]  Korrektur der Varianzeinschränkung des Prädiktors
[4]  Teil-Ganzes-Korrektur

6. Wann ist im Rahmen einer metaanalytischen Validitätsgeneralisierung eine Moderatorenanalyse angezeigt?
[1]  Wenn weniger als vier Primarstudien vorliegen
[2]  Wenn die Restvarianz der in den Primärstudien gefundenen Validitätskoeffizienten nicht hinreichend durch Studienartefakte aufgeklärt werden kann
[3]  Wenn differenzielle Effekte in Substichproben theoretisch plausibel erscheinen
[4]  Wenn der kombinierte Validitätskoeffizient auch nach Artefaktkorrektur noch sehr niedrig ist oder sogar negativ ausfällt.

7. Welches Problem bei der Anwendung von Metaanalysen wurde in der personalpsychologischen Forschung in den letzten Jahren verstärkt diskutiert?
[1]  der mögliche Publikationsbias in älteren Analysen durch eine einseitige Berücksichtigung von signifikanten Studienergebnissen
[2]  die Abhängigkeitsproblematik ausgelöst durch die Berücksichtigung mehrerer Koeffizienten aus einer Primärstudie
[3]  das „Apfel und Birnen“-Problem, das durch die undifferenzierte Integration thematisch nur lose verbundener Primärstudie entsteht
[4]  das „Garbage in, Garbage out“-Problem, das durch die Aufnahme methodisch schwacher Einzelstudien in die Analyse entsteht

8. Unter welchen Umständen bietet sich eine qualitative Herangehensweise der Datensammlung (z.B. Tiefeninterviews oder Gruppendiskussionen) für eine Evaluationsstudie an?
[1]  bei unklaren oder noch nicht endgültig festgelegten Evaluationszielen
[2]  bei der Rekonstruktion der Einzigartigkeit einer Situation
[3]  bei der Vorerprobung von Fragestellungen, die später quantitativ anhand großer Stichproben untersucht werden sollen
[4]  bei der Erforschung von Kausalrichtungen bei kontrollierten Randbedingungen

9. Ein Unternehmen führt für alle seiner Mitarbeiter eine Schulung zur  Benutzung der neu angeschafften Kopiergeräte durch. Welche Ergebnisebene ist für dieses Training besonders relevant?
[1]  Zufriedenheit
[2]  Lernen
[3]  Verhalten
[4]  Ergebnis

10. Eine Evaluationsstudie zu einer betrieblichen Trainingsmaßnahme zeigt, dass trotz sehr guter Trainingsleistungen der Teilnehmer generell nur eine sehr dürftige Anwendung der Trainingsinhalte am Arbeitsplatz stattfindet. Welche Faktoren sollten diesbezüglich bevorzugt analysiert werden?
[1]  das verwendete Trainingsdesign
[2]  mögliche hemmende Teilnehmermerkmale
[3]  Variablen der Arbeitsumgebung
[4]  Organisationale Rahmenbedingungen


Lösungen zum Lernquiz – Kapitel 26


Frage 1:

Richtige Antwort [3].

Frage 2:
Richtige Antwort [1] und [4].

Frage 3:
Richtige Antwort [1].

Frage 4:
Richtige Antwort [1], [2] und [4].

Frage 5:

Richtige Antwort [4].

Frage 6:
Richtige Antwort [2] und [3].

Frage 7:
Richtige Antwort [1].

Frage 8:
Richtige Antwort [1], [2] und [3].

Frage 9:
Richtige Antwort [3].

Frage 10:
Richtige Antwort [3] und [4].



Lernquiz – Kapitel 27


1. Wenn mehrere Personen mehreren Arbeitsplätzen zugeordnet werden sollen, so ist das ein Fall von…
[1]  Selektion
[2]  Beratung
[3]  Klassifikation
[4]  Klassifikation mit Selektion

2. Das „gemischte Modell“ der Auswahlentscheidung  ...
[1]  verhindert Fehlentscheidungen
[2]  setzt Mindestanforderungen in den relevanten Merkmalen fest
[3]  sieht Kompensationsmöglichkeiten zwischen den relevanten Merkmalen vor
[4]  sorgt dafür, dass für Frauen und Männer die gleichen Einstellungschancen bestehen

3. Ein fairer Vergleich von statistischer und intuitiver („klinischer“) Entscheidungsbildung setzt voraus, dass…
[1]  die gleichen Parameter in beide Entscheidungen eingehen
[2]  „Kliniker“ mit hoher diagnostischer Kompetenz eingesetzt werden
[3]  beide Entscheidungen von den gleichen Personen getroffen werden

4. Ein Vorteil sequenzieller Entscheidungen liegt in…
[1]  der überlegenen Validität
[2]  den geringen Kosten
[3]  dem geringen Aufwand
[4]  der Möglichkeit, die aufwendigsten Auswahlmethoden gleich in den ersten Stufen des Prozesses zu erledigen

5. Bei multiattributiven Entscheidungen…
[1]  ist möglich, dass sie sowohl unter Sicherheit getroffen werden als auch unter Unsicherheit getroffen werden
[2]  ist es nicht möglich, Cut-Offs für sämtliche Attribute zu setzen
[3]  können Alternativen schrittweise reduziert werden
[4]  ist es möglich, vollständige Paarvergleiche durchzuführen
[5]  werden intervallskalierte Daten vorausgesetzt, wenn eine additive Entscheidungsregel zum Einsatz kommt

6. Legt man für Auswahlentscheidungen das Taylor-Russel-Modell zugrunde, so…
[1]  hält sich der Anteil der zu Unrecht Angenommenen mit dem der zu Unrecht Abgelehnten immer im Gleichgewicht
[2]  vermindert erhöhte Validität beide Fehlerarten
[3]  bewirkt eine verringerte Selektionsquote eine Erhöhung des Anteils geeigneter Abgelehnter
[4]  führt eine Grundquote von 50 % zu optimalen Entscheidungen

7. Das Modell der Nutzenkalkulation von Boudreau kommt insofern über das Modell von Brogden hinaus, als es…
[1]  die Dichotomie von „erfolgreich – erfolglos“ aus dem Taylor-Russel-Modell überwindet
[2]  auch die Kosten einer Auswahlentscheidung berücksichtigt
[3]  die Berufsleistung in monetäre Einheiten fasst
[4]  die Nutzensminderung einkalkuliert, die dadurch entsteht, dass manchmal die besten Bewerber das Stellenangebot ablehnen
[5]  eine Diskontierung des Kapitalwerts vorsieht

8. Mit den verfügbaren Modellen der Nutzenskalkulation lässt sich auch der Nutzen von Personalentwicklung, Leistungsbeurteilung und Feedback beurteilen
[1]  ja
[2]  nein

9. Wenn man sich bei der Auswahl von Mitarbeitern darauf beschränkt, Merkmale zugrunde zu legen, für deren Ausprägung die Bewerber mutmaßlich selbst verantwortlich sind, so handelt es sich um einen Fall von…
[1]  statistischer Fairness
[2]  biografischer Fairness
[3]  prozeduraler Fairness
[4]  gesellschaftlicher Fairness

10. Transparenz im Rahmen des Konzepts der „sozialen Validität“ bezieht sich auf…
[1]  die Auswahlsituation sowie die Erwartungen an die Bewerber
[2]  die Bedeutung und den Aufgabenbezug der diagnostischen Instrumente
[3]  den gesamten diagnostischen Prozess
[4]  die Möglichkeiten persönlicher und beruflicher Entwicklung


Lösungen zum Lernquiz – Kapitel 27


Frage 1:

Richtige Antwort [3] und [4].

Frage 2:
Richtige Antwort [2] und [3].

Frage 3:
Richtige Antwort [1].

Frage 4:
Richtige Antwort [2] und [3].

Frage 5:

Richtige Antwort [1], [3], [4] und [5].

Frage 6:
Richtige Antwort [2] und [3].

Frage 7:
Richtige Antwort [5].

Frage 8:
Richtige Antwort [1].

Frage 9:
Richtige Antwort [2] und [4].

Frage 10:
Richtige Antwort [1], [2] und [3].



Kapitel 28 Internetergänzung

Internetergänzungen zum Kapitel 28Initiates file download (PDF-Datei)


 

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