Pädagogische Psychologie – Diagnostik, Evaluation und Beratung

Glossar


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Absolutskala

Skala mit dem höchsten Messniveau. Besitzt die Eigenschaften einer Intervallskala und zusätzlich einen natürlichen Nullpunkt.

ADHS

Aufmerksamkeitsdefizit/-Hyperaktivitätsstörung, auch Hyperkinetisches Syndrom (HKS). Zu den Hauptmerkmalen gehören die Störung der Aufmerksamkeit (häufiger Tätigkeitswechsel, Ablenkbarkeit), erhöhte Impulsivität (unüberlegtes Handeln, mangelnde Fähigkeit zum Belohnungsaufschub) sowie Hyperaktivität (unkontrollierte, fehlorganisierte, oft überschießende Aktivitäten).

Akzeleration

Maßnahmen, die das Durchlaufen von Bildungsstationen beschleunigen (z. B. vorzeitige Einschulung, Überspringen von Klassen). Neben Enrichment einer von zwei Subtypen von Fördermaßnahmen bei Hochbegabung.

Augenscheinvalidität

Unterform des Gütekriteriums Validität. Gibt an, inwiefern es der Art des Tests entsprechend offensichtlich ist, dass eine Messung das misst, was sie messen soll (Beispiel: Eine Schreibprobe am Computer misst die Fähigkeit zum Umgang mit einem Textverarbeitungsprogramm.)

Begabung

Ausmaß, in dem eine Person Fähigkeiten besitzt, die es ihr ermöglichen, im Vergleich zu anderen besonders gute Ergebnisse zu erzielen. Dabei liegt der Ursprung der Begabung in einer Veranlagung und geht nicht (allein) auf Förderung oder Übung zurück.

Berichtszeugnisse

Eine alternative Beurteilungsform im Vergleich zu Zeugnissen mit Ziffernoten. Sollten weniger auf normativen Vergleichen beruhen, und über individuelle Lernwege informieren.

Biasvariablen

Variablen, die die Ergebnisse einer Untersuchung verzerren können.

Bielefelder Screening zur Früherkennung von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten (BISC)

Testet die Voraussetzungen des Schriftsprachenerwerbs bei Kindern im Vorschulalter. Wurde entwickelt, um Kinder mit einem Risiko zur Ausbildung von LRS bereits vor dem Schriftsprach­erwerb zu identifizieren.

Big-fish-little-pond-Effekt

Phänomen, dass Fähigkeitsselbstwahrnehmungen vom Referenzrahmen abhängen, sodass Schülerinnen und Schüler bei gleicher Fähigkeit in Klassen oder Schulen mit höherem Fähigkeitsniveau geringere Fähigkeitsselbstkonzepte entwickeln.

Bildungsbericht

Von der Autorengruppe Bildungsberichterstattung seit 2006 im zweijährigen Abstand vorgelegter Bericht über verschiedene Indikatoren von Bildung (z. B. Art und Anzahl der erworbenen Bildungsabschlüsse), aber auch deren Rahmenbedingungen (z. B. demografische Entwicklung).

Bildungsmonitoring

Systematische Überprüfung von und Berichterstattung über Bildungsindikatoren.

Bildungsstandards

Formulieren, welche Kompetenzen in einem Bildungssystem erreicht werden sollen und bilden somit die Grundlage für das Überprüfen des Erreichten.

Biologistische Erklärungsansätze

Sehen körperliche Ursachen als zentral für psychische Phänomene. Sehen im Extrem psychische Prozesse nur als Ergebnis, nicht aber als Ursache von zu erklärenden Phänomenen, wie z. B. ADHS.

Cross-curriculare Kompetenzen

Kompetenzen, die wichtige Voraussetzungen für verschiedene Disziplinen sind bzw. in verschiedenen Schulfächern erworben werden können (z. B. Problemlösefähigkeiten, soziale Kompetenzen).

Curriculare Validität

Ausmaß, in dem die Aufgaben in Schulleistungsuntersuchungen (z. B. PISA) den jeweiligen Curricula entsprechen und demnach für Schülerinnen und Schüler der jeweiligen Klassenstufe laut Lehrplan lösbar sein sollten.

Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM)

Neben der International Classification of Diseases (ICD) eines der beiden weltweit genutzten klinischen Manuale, in dem Diagnosekriterien für Störungen festgehalten sind.

Diathese-Stress-Modell

Erklärung für psychische Störungen, der zufolge sowohl eine persönliche Disposition (Diathese) als auch ungünstige Umweltfaktoren (Stress) für die Krankheitsausbildung vorhanden sein müssen.

Diskrepanzkriterium bei Teilleistungs­störungen

Auffassung, dass zur Diagnose von Teilleistungsstörungen (z. B. LRS) eine Diskrepanz zwischen der betreffenden Fähigkeit (z. B. Lese-Rechtschreibfähigkeiten) und allgemeiner Intelligenz vorliegen müsse.

Divergenzhypothese

Annahme, dass bei Hochbegabten häufig eine Diskrepanz zwischen kognitiver Leistungsfähigkeit und körperlich-seelischer Gesundheit vorliege (Gegensatz: Konvergenzhypothese).

Dr. Fox-Studien

Experimentelle Untersuchungen, in denen Unterhaltungswert und Informationsgehalt universitärer Veranstaltungen variiert wurden, um die Validität studentischer Lehrevaluationen zu überprüfen. Dr. Fox war der Name des durch einen Schauspieler dargestellten Lehrenden.

 

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