Psychologie in der Gesundheitsförderung

Kapitelübersicht


Kapitel I

Verständnis von Gesundheit


Zusammenfassung

Die Gesundheit des Menschen wird gemäß der Standards der Weltgesundheitsorganisation als ein Zustand vollkommenen körperlichen, psychischen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein als das Freisein von Krankheit und Gebrechen verstanden. Dass Menschen ihre eigene Gesundheitssituation bewusst wahrnehmen und selbstverantwortlich im sozialen und gesellschaftlichen Umfeld im Sinne des Erhalts oder der Wiederherstellung des bestmöglichen Gesundheitszustands agieren können, wird als wichtiges individuelles und gesellschaftliches Entwicklungsziel angesehen. Gesundheit stellt somit einen positiven Idealzustand dar, der vielfältige individuelle Erlebens- und Verhaltensfacetten und soziale Aspekte umfasst.

Die psychologische Perspektive auf Gesundheit fokussiert das individuelle Verständnis von Gesundheit, die subjektive Wahrnehmung und Verarbeitung gesundheitsbezogener Informationen sowie gesundheitsbezogene Einstellungen und Überzeugungen. Dies beinhaltet auch die Verarbeitung und Wahrnehmung körperinterner Signale und den Umgang mit primär körperlichen Aspekten des Gesundheitszustands. Zudem sind Merkmale, Determinanten und die Steuerung individuellen gesundheitsbezogenen Verhaltens bedeutsam.

Fundiertes Wissen zu Gesundheitsmotivation, Gesundheitszielen und Gesundheitskompetenzen ist wesentlich, um Gesundheitsverhalten verstehen und gezielt fördern zu können. Die übergreifende salutogenetische Perspektive stellt gesundheitserhaltende Bedingungen, Kompetenzen sowie individuelle und soziale Ressourcen in den Mittelpunkt der Gesundheitsförderung.

 

Übersicht der Unterkapitel:

I.1 Gesundheitsbezogenes Verhalten
I.2 Gesundheitseinstellungen und -überzeugungen
I.3 Gesundheitskompetenz
I.4 Gesundheitsziele
I.5 Salutogenese und Ressourcenorientierung
I.6 Motivation für gesundheitsförderliches Verhalten
I.7 Interozeption

 

Download PDFInitiates file download



Kapitel II

Zentrale Begriffe und Konstrukte der Gesundheitsförderung


Zusammenfassung

Die Klärung zentraler Begriffe und Konstrukte bildet eine wesentliche Grundlage für die fundierte Gesundheitsförderung. Zum einen definieren diese Begriffe inhaltliche Schwerpunktsetzungen. So betonen Konstrukte wie Selbstwirksamkeit, Stressbewältigung oder Selbstregulation die Rolle des Erlebens und Verhaltens des einzelnen Menschen.

Gesundheitsbezogenes Erleben und Verhalten ist aber immer auch als sozial eingebunden und sozial mit determiniert zu betrachten: Soziale Unterstützung oder gesellschaftlich geprägte Geschlechterrollen fokussieren diese sozialen und gesellschaftlichen Bezüge.

Bei der Beschäftigung mit dem Konstrukt Empowerment wird deutlich, welche komplexen und vielfältigen Aspekte im Spannungsfeld zwischen individuellen Möglichkeiten und individueller Verantwortung einerseits und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen andererseits berücksichtigt werden müssen.

Die Auseinandersetzung mit den zentralen Konzepten erfolgt vor allem ressourcenorientiert. Dass Gesundheit im bio-psycho-sozialen Modell icht als die Abwesenheit von Krankheit aufgefasst wird, zeigt sich besonders deutlich in der Positiven Psychologie mit ihrem Fokus auf positive Emotionen, Verhaltensweisen oder Kognitionen. Zum anderen ist die Klärung der Bedeutung von Begriffen und Konstrukten eine wesentliche Voraussetzung klarer und transparenter Kommunikation und der professionellen Abstimmung.

Erst wenn theoretisch und empirisch begründet ein explizites Verständnis von Konstrukten wie zum Beispiel Lebensqualität erreicht wurde, kann Lebensqualität fachlich gesichert diagnostiziert, bewertet und gefördert werden.

Durch die Klärung der Bedeutung von Begriffen und Konstrukten wird ein Verständigungssystem geschaffen, das die Grundlage psychologisch fundierten, zielgerichteten und interdisziplinär abgestimmten Handelns darstellt.

 

Übersicht der Unterkapitel:

II.1 Selbstwirksamkeit
II.2 Empowerment
II.3 Lebensqualität und Wohlbefinden
II.4 Stress und Stressbewältigung
II.5 Persönlichkeit, Selbstregulation und Gesundheit
II.6 Geschlecht und Geschlechterrollen
II.7 Soziale Unterstützung
II.8 Positive Psychologie

 

Download PDFInitiates file download



Kapitel III

Modelle und Methoden zur Förderung des Gesundheitsverhaltens


Zusammenfassung

Modelle des Gesundheitsverhaltens beschreiben die Determinanten und die Prozesse, die erklären, ob ein Mensch sich gesundheitsförderlich verhält oder nicht. Sie dienen zum einen dazu, zu verstehen, welche Hindernisse und Barrieren gesundheitsförderliches Verhalten erschweren.

Zum anderen liefern sie die Grundlagen, um gezielt Voraussetzungen zu schaffen, damit gesundheitsförderliche Verhaltensweisen aufgebaut, eingeübt und langfristig umgesetzt werden können. Dabei können das Verhalten des einzelnen Individuums (Verhaltensprävention), der Einfluss der Lebensumstände und Umgebungsfaktoren (z. B. Gestaltung des Arbeitsplatzes, Verhältnisprävention) beziehungsweise das Zusammenwirken von Verhalten und Umgebungsverhältnissen im Fokus stehen.

Damit der einzelne Mensch gesundheitsförderlich agieren kann, muss er in der Lage sein, Gesundheitsrisiken angemessen einzuschätzen sowie kompetent zwischen alternativen Maßnahmen zur Gesundheitsverbesserung entscheiden zu können. Nur wenn Gesundheitsrisiken verständlich präsentiert und angemessen verstanden werden, kann der einzelne Mensch zielführend selbstverantwortlich agieren. Strategien der Verhaltensänderung und Interventionsentwicklung bedürfen einer erfahrungsbasierten und theoretisch soliden Grundkonzeption.

Interventionsmaßnahmen müssen gemäß dem vorhandenen Wissen allgemein geeignet sein, die angestrebten Gesundheitsziele zu erreichen. Zudem müssen sie aber auch auf den Individualfall maßgeschneidert abgestimmt werden, sodass sie die Erreichung der spezifischen Ziele des Einzelnen bestmöglich unterstützen und in alltägliche Handlungsroutinen integriert werden können.

Gesundheitspsychologische Diagnostik liefert Methoden und Verfahren, um gesundheitsbezogenes Erleben und Verhalten zu beschreiben, und ermöglicht damit die Planung, Begleitung und Überprüfung von Veränderungsprozessen.

 

Übersicht der Unterkapitel:

III.1 Modelle des Gesundheitsverhaltens
III.2 Verhaltens- und Verhältnisprävention
III.3 Gesundheitsinformation und Risikokommunikation
III.4 Maßnahmenentwicklung und Techniken der Verhaltensänderung
III.5 Gesundheitspsychologische Diagnostik

 

Download PDFInitiates file download



Kapitel IV

Maßnahmen zur Förderung des Gesundheitsverhaltens


Zusammenfassung

Maßnahmen zur Förderung des Gesundheitsverhaltens erfordern zum einen ein klares Verständnis des zu fördernden Gesundheitsaspekts und zum anderen fundierte Kenntnisse darüber, wie Förderung pädagogisch-psychologisch gestaltet werden muss, damit nachhaltige Verbesserungen resultieren können.

Es muss darauf geachtet werden, dass die Adressatinnen und Adressaten erreicht und informiert werden, sie anschließend die Fördermaßnahmen zur Verhaltensänderung motiviert und zielorientiert in Anspruch nehmen, sodass nachhaltige Änderungen des Gesundheitsverhaltens ermöglicht werden. Das Gesundheitscoaching und die motivierende Gesprächsführung stellen effektive Maßnahmen zur individuellen Förderung dar.

Allgemein bedürfen präventive und gesundheitsfördernde Interventionen systematischer Schritte der Konzeptionierung und Umsetzung. Diese werden an den zentralen Inhaltsbereichen Bewegung und Ernährung sowie an allgemeinen Lebenskompetenzen erläutert. Patientenschulungsprogramme erweisen sich vor allem im Umgang mit chronischen Erkrankungen als wichtiges Mittel zur nachhaltigen Verbesserung des Gesundheitsverhaltens.

Gesundheitskampagnen vermitteln Informationen zu Gesundheitsrisiken und zu Schutzfaktoren der Gesundheit und können somit zur gesundheitsbezogenen Aufklärung und Förderung in der Gesellschaft beitragen.

Moderne internetgestützte Angebote eröffnen vielfältige Möglichkeiten, sich an die spezifische Situation und die Bedarfe der Nutzerinnen und Nutzer anzupassen. Diagnostische Methoden und gesundheitsfördernde Maßnahmen können so flexibel und kontinuierlich begleitend im Alltag zur Verfügung gestellt und genutzt werden. Abschließend werden zwei Inhaltsbereiche behandelt, die jeweils einen umfassenden Ansatz im Rahmen von Gesundheitsförderung verfolgen.

Die Realisierung von Partizipation oder sozialer Teilhabe soll dazu beitragen, dass das Individuum in verschiedenen sozialen Systemen oder Settings bestmöglich integriert ist und sein Leben sozial aktiv gestalten kann.

Die Förderung von Achtsamkeit strebt die Sensibilisierung des individuellen Empfindens und die Verbesserung des bewussten Erlebens und Verhaltens an. Dies kann sowohl als Teilaspekt der Gesundheit als auch als Maßnahme zur Förderung von Gesundheit aufgefasst werden.

 

Übersicht der Unterkapitel:

IV.1 Gesundheitscoaching und motivierende Gesprächsführung
IV.2 Interventionen zur Förderung gesundheitsrelevanten Verhaltens in den Bereichen Bewegung und Ernährung
IV.3 Erklärung und Veränderung von Präventionsverhalten
IV.4 Förderung von Lebenskompetenzen
IV.5 Patientenschulungsprogramme
IV.6 Gesundheitskampagnen
IV.7 Internet- und mobilebasierte Interventionen
IV.8 Partizipation und Gesundheitsförderung
IV.9 Achtsamkeit

 

Download PDFInitiates file download



Kapitel V

Gesund aufwachsen


Zusammenfassung

Gesundheitskonzepte und gesundheitsrelevante Verhaltensroutinen entwickeln und festigen sich vor allem in den frühen Lebensjahren. Da sich gesundheitsbezogenes Verhalten im weiteren Verlauf als vergleichsweise schwer veränderbar erweist, kommt dem Erwerb und der Prägung gesundheitsbewussten und gesundheitsförderlichen Verhaltens in den Entwicklungsjahren besondere Bedeutung zu. Eltern und Familie bilden das unmittelbare primäre Lernumfeld von frühester Kindheit an.

Gesundheitsförderung bedeutet hier zum einen, dass Eltern unterstützt werden, Wissen und Kompetenzen zu gesundheitsadäquatem (Erziehungs-)Verhalten zu erwerben. Zum anderen kann das Bewusstsein der Bedeutung der Eltern-Kind-Interaktion und der familiären Lernerfahrung für die gesundheitliche Entwicklung gefördert werden. Die gesundheitsbezogene Frühförderung durch Fachkräfte in Kindertagesstätten wird insbesondere als wichtiges Mittel zur Kompensation sozialer Ungleichheit angesehen.

Das schulische Setting ist ein wichtiges Lernfeld, in dem soziale Erfahrungen in der Peergroup und in der alltäglichen Interaktion mit dem pädagogischen Fachpersonal gemacht werden. In diesem Zusammenhang beeinflussen soziale Normen und Routinen die Einstellung und das Verhalten der Kinder.

Zudem hat sich der Erwerb gesundheitsbezogener Kompetenzen als Bildungsziel etabliert. Gemäß des WHO-Konzepts der "Gesundheitsfördernden Schule" sind Gesundheitsbewusstsein und Gesundheitsförderung impliziter und expliziter Bestandteil der Lehrcurricula.

Im Jugendalter sind Fragen der Gesundheit wesentlich vor dem Hintergrund der Herausforderung der Identitätsentwicklung zu betrachten: Neue Erlebenswelten, soziale Entwicklungsaufgaben, Risikoverhalten und sexuelle Entwicklung sind für sich individuell herausbildende gesundheitsbezogene Einstellungen und Verhaltensweisen von besonderer Bedeutung.

 

Übersicht der Unterkapitel:

V.9 Eltern und Familie
V.2 Gesundheit und Gesundheitsförderung in der Kindertageseinrichtung
V.3 Kindheit
V.4 Schule als Handlungsfeld psychologischer Gesundheitsförderung
V.5 Jugend

 

Download PDFInitiates file download



Kapitel VI

Gesund leben und arbeiten


Zusammenfassung

Im Erwachsenenalter sind das Privatleben, das berufliche Leben und das Leben in der Gesellschaft wesentlich mit Fragen der Gesundheit verbunden. Partnerschaft und soziales Netz bilden wichtige Ressourcen, wenn das Individuum diese für sich positiv gestalten und als positiv erleben kann.

Eine sinnerfüllte berufliche Tätigkeit, in deren Rahmen das Individuum selbst gestalten und eigene als positiv empfundene Ziele verwirklichen kann sowie gut sozial integriert ist, kann eine wichtige Gesundheitsressource und Quelle von Lebensqualität darstellen. Werden hingegen das Privatleben und das berufliche Leben vorwiegend als belastend empfunden, so hat dies umfassende Auswirkungen auf das gesundheitsbezogene Erleben und Verhalten.

Entsprechend ist es wichtig, kritische Aspekte und Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und Individuen und Organisationen Kompetenzen zu vermitteln, die es ihnen ermöglichen, die Gesundheit und Lebensqualität zu erhalten oder wiederherzustellen. Chronische Erkrankungen oder Behinderungen sind mit besonderen gesundheitlichen Einschränkungen verbunden. Eine bestmögliche Gesundheitssituation zu gewährleisten, stellt nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für das soziale Umfeld und die Gesellschaft eine anspruchsvolle Aufgabe dar.

Dies gilt auch für Angehörige sozial benachteiligter Gruppen und Menschen, die aufgrund von Flucht oder freiwilliger Migration vor großen Herausforderungen stehen.

 

Übersicht der Unterkapitel:

VI.1 Partnerschaft und soziales Netz
VI.2 Betriebliche Gesundheitsförderung
VI.3 Gesundheitsfördernde Hochschule
VI.4 Rehabilitation bei chronischen Erkrankungen
VI.5 Gesundheitsförderung bei Menschen mit Intelligenzminderung
VI.6 Soziale Ungleichheit und Diversität
VI.7 Migration und Interkulturalität

 

Download PDFInitiates file download



Kapitel VII

Gesund im Alter


Zusammenfassung

Im vergangenen Jahrhundert ist die Lebenserwartung deutlich angestiegen und die Gesundheitssituation älterer Menschen hat sich im Allgemeinen deutlich verbessert. Dies hat zu Veränderungen des Erlebens und Verhaltens älterer Menschen und der gesellschaftlichen Sichtweise auf das Alter und den Alternsprozess geführt.

Durch den Begriff "erfolgreiches Altern" werden die positiven Facetten und Möglichkeiten des Erlebens und Verhaltens älterer Menschen hervorgehoben. Trotz degenerativer körperlicher und geistiger Entwicklungsprozesse bei fortschreitendem Alter kann die Lebensqualität und Lebenszufriedenheit in hohem Maße erhalten bleiben. Wichtig ist hierbei, welche Einstellungen das Individuum zum Altern hat, wie die alternde Person mit Veränderungen umgeht und wie sie sich an die neuen Herausforderungen anpasst.

Gesundheitsförderung bei Pflegebedürftigen bezieht sich vor allen Dingen auf den bestmöglichen Erhalt nicht beeinträchtigter körperlicher und geistiger Funktionen. Dabei ist auch die belastende Situation der Pflegenden zu berücksichtigen. Sowohl die Gesundheit der gepflegten und der pflegenden Person als auch die Gestaltung des Interaktionsprozesses sind in Bezug auf das subjektive Erleben und Verhalten der Beteiligten von Bedeutung.

 

Übersicht der Unterkapitel:

VII.1 Höheres Alter
VII.2 Psychologische Aspekte von Pflege

 

Download PDFInitiates file download



Kapitel VIII

Psychologische Aspekte der Prävention und Gesundheitsförderung bei ausgewählten Krankheits- und Störungsbildern sowie in Anwendungsfeldern


Zusammenfassung

Sind Menschen erkrankt, so zielt die tertiäre beziehungsweise indizierte Prävention oder die reaktive Gesundheitsförderung auf den bestmöglichen Erhalt unbeeinträchtigter Funktionen und die Stärkung individueller Ressourcen, Schutzfaktoren und gesundheitlicher Entwicklungspotentiale.

Im Idealfall wird auch die Wiederherstellung von Gesundheit oder gesundheitlicher Teilaspekte angestrebt, wobei dies im Falle chronischer Erkrankungen, bei denen eine Heilung zumindest kurz- oder mittelfristig nicht erreicht werden kann, höchstens eingeschränkt möglich ist. Hier steht nicht das Überwinden der Erkrankung im Mittelpunkt, sondern der Umgang mit der Erkrankung, der bestmögliche Erhalt der Lebensqualität und die Fähigkeit zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sind relevant.

Um präventive und gesundheitsfördernde Maßnahmen zielgruppenspezifisch maßgeschneidert gestalten zu können, ist es erforderlich, die Erkrankungscharakteristika, mögliche Entwicklungsverläufe und therapeutische Verfahren zu kennen. Dabei muss die Lebenssituation des Individuums sowie dessen spezifische Sichtweise auf die Problemsituation berücksichtigt werden. In den folgenden Kapiteln werden psychologische Konzepte und Prinzipien der Prävention und Gesundheitsförderung für ausgewählte Krankheits- und Störungsbilder und für typische Anwendungsfelder dargestellt.

Es erfolgt keine Schwerpunktsetzung im Bereich psychischer Erkrankungen, da diese psychotherapeutischer Behandlungsverfahren bedürfen. Die Auswahl erfolgte nach dem Kriterium, dass präventive und gesundheitsfördernde Maßnahmen zur Anwendung kommen, für die psychologisch fundierte Konzepte existieren. Das berücksichtigte Krankheits- und Störungsspektrum erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Vielmehr werden beispielhaft Möglichkeiten und Prinzipien im breiten und heterogenen Anwendungsfeld der Prävention und Gesundheitsförderung verdeutlicht.

 

Übersicht der Unterkapitel:

VIII.1 Alkohol- und Tabakmissbrauch
VIII.2 Atemwegserkrankungen
VIII.3 Chronisch entzündliche Darmerkrankungen
VIII.4 Chronischer Schmerz
VIII.5 Demenzielle Erkrankungen
VIII.6 Dermatologische Erkrankungen
VIII.7 Diabetes mellitus
VIII.8 Entwicklungsstörungen: Bindungsstörungen im Kindes- und Jugendalter
VIII.9 Entwicklungsstörungen: Dissoziales Verhalten im Kindes- und Jugendalter
VIII.10 Erkrankungen des Bewegungsapparates
VIII.11 Essstörungen und Adipositas
VIII.12 HIV/Aids
VIII.13 Kardiovaskuläre Erkrankungen
VIII.14 Mundhygiene und Mundgesundheit
VIII.15 Neurologische Erkrankungen
VIII.16 Operationsvorbereitung
VIII.17 Psychische Störungen am Arbeitsplatz
VIII.18 Schlaf und Schlafstörungen
VIII.19 Sexuelle Funktionsstörungen
VIII.20 Transplantationen
VIII.21 Tumorerkrankungen
VIII.22 Urologische Erkrankungen
VIII.23 Verhaltenssucht

 

Download PDFInitiates file download



Kapitel IX

Evidenzbasierung, Evaluation und Qualitätssicherung, Forschungspraxis


Zusammenfassung

Professionelle Gesundheitsförderung setzt voraus, dass sich Entscheidungen und Handlungen der Akteure und Akteurinnen an gesichertem Fachwissen orientieren. Dies betrifft Wissen zu Gesundheit und Gesundheitseinschränkungen sowie Wissen zu Einflussfaktoren, die den Gesundheitszustand mitbestimmen.

Zudem sind empirisch fundierte Erkenntnisse dazu erforderlich, wie Gesundheitsförderung erfolgen sollte, um die angestrebten positiven Veränderungen des Gesundheitsverhaltens und des Gesundheitszustands erreichen zu können. In der Gesundheitsförderung sollten Entscheidungen und Handlungen evidenzbasiert erfolgen.

Grundlage hierfür bildet die Identifikation verlässlicher Informationen. Aussagekräftige Wirksamkeitsstudien, die als bestmögliche Referenz für die betreffende Problemstellung gelten können, müssen identifiziert werden. Das gewonnene Wissen bildet die Basis für fundierte Entscheidungen und Handlungen, die als gesundheitsfördernde Interventionsmaßnahmen in der Praxis angewendet werden.

Die Entwicklung, Prüfung und Praxisanwendung gesundheitsfördernder Maßnahmen muss systematisch evaluiert werden. Qualitätsorientierte Evaluationsmaßnahmen sind geeignet, die Konzeption von Maßnahmen zu begründen und zu optimieren, deren Wirkprinzipien zu analysieren, deren Wirkungen zu bestimmen sowie Kontext- und Rahmenbedingungen zu untersuchen, die eine optimale Implementierung in der Praxis gewährleisten.

Alle in der Gesundheitsförderung aktiv Handelnden müssen Grundprinzipien empirischer Forschung kennen und für die eigene Handlungspraxis reflektieren können, um Gesundheit professionell, evidenzbasiert und wirksam fördern zu können.

 

Übersicht der Unterkapitel:

IX.1 Evidenzbasierte Entscheidungen
IX.2 Konzepte und Modelle der Evaluation und Qualitätssicherung
IX.3 Methodenpraxis im Rahmen empirischer Forschung, Evaluation und Qualitätssicherung

 

Download PDFInitiates file download



 

Ihr Suchergebnis leitet Sie auf die Website www.testzentrale.de.