Testtheorie und Testkonstruktion

Glossar


alle Einträge A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Ankereffekte

Reihenfolgeeffekte, bei denen die vorhergehende Frage als Vergleichsanker zur Beantwortung einer folgenden Frage genutzt wird.

Antwortformat, freies

Siehe Antwortformat, offenes.

Antwortformat, gebundenes

Siehe Antwortformat, geschlossenes.

Antwortformat, geschlossenes

Antwortformat mit einer festgelegten Anzahl von Antwortkategorien, aus denen eine ausgewählt werden muss.

Antwortformat, halboffenes

Antwortformat mit einer begrenzten Anzahl von Kategorien, die durch die untersuchte Person selbst erstellt werden.

Antwortformat, offenes

Antwortformat, bei dem keine Antwortalternativen vorgegeben werden.

Assimilationseffekte

Reihenfolgeeffekte, bei denen eine Frage ähnlich zur vorhergehenden Frage beantwortet wird, um ein konsistentes Bild abzugeben.

Augenscheinvalidität

Auch face validity genannt, liegt dann vor, wenn auch von einem Laien erschlossen werden kann, welches Konstrukt anhand der Testwerte erfasst werden soll.

Auswahlaufgabe

Gebundenes Antwortformat, bei dem eine Antwort aus vorgegebenen Antwortalternativen ausgewählt werden soll.

Auswertungsobjektivität

Liegt vor, wenn die Auswertung eines Tests unabhängig von der Testleitung ist.

Bedeutsamkeit

Aussagen über latente Personenwerte und Itemparameter heißen bedeutsam, wenn sie unter den zulässigen Transformationen der Personenwerte und Itemparameter erhalten bleiben.

Bifaktor-Modell

Ein psychometrisches Modell, in dem eine beobachtbare Variable in eine allgemeine und eine spezifische latente Variable (Faktor) sowie eine Messfehlervariable zerlegt wird.

Birnbaum-Modell

Andere Bezeichnung für das zweiparametrische logistische Modell.

Bonferroni-Korrektur

Korrektur des Signifikanzniveaus für einen Einzeltest, wenn das Signifikanzniveau für eine zusammengesetzte Hypothese (sog. family-wise error rate), die anhand multipler Einzeltests geprüft wird, abgesichert werden soll. Das Signifikanzniveau des Einzeltests entspricht dem Signifikanzniveau der zusammengesetzten Hypothese geteilt durch die Anzahl der Einzeltests.

Bootstrap-Verfahren

Statistisches Verfahren, um anhand wiederholter Stichprobenziehungen u.a. die Verteilung von Stichprobenkennwerten oder Modellgütekoeffizienten zu schätzen.

C-Werte (Centil-Werte)

Anhand einer normalisierenden Transformation erhaltene Testwerte, die elf verschiedene Werte annehmen können. Die Testwerte werden so transformiert, dass sie einer Normalverteilung mit einem Mittelwert von 5 und einer Standardabweichung von 2 folgen sollen.

Chi (χ2)-Differenztest

Test zum Vergleich der Modellanpassungsgüte zweier Modelle, die ineinander geschachtelt sind. Der Test überprüft die Nullhypothese, dass in der Population das restriktivere Modell gültig ist.

Clopper-Pearson-Konfidenzintervall

Konfidenzintervall, das zur Schätzung der exakten Konfidenzintervalle für die Personenwertschätzung im Rasch-Modell herangezogen werden kann.

Cronbachs α

Maß für die Homogenität eines Tests. Das geschätzte Cronbachs α entspricht dem Mittelwert aller möglichen Split-Half-Koeffizienten, die man anhand der Items eines Tests erhalten kann. Cronbachs α entspricht der Reliabilität der Testsummenvariablen, wenn die Voraussetzungen eines Modells essenziell t-äquivalenter Variablen erfüllt sind.

Deduktive Methode der Testkonstruktion

Siehe Testkonstruktion, rationale.

 

Ihr Suchergebnis leitet Sie auf die Website www.testzentrale.de.